Autor: Tinte und Courage

  • Manuela Motzel

    Manuela Motzel

    Manuela Motzel ist systemische Familientherapeutin, Hypnotherapeutin und Gründerin des ersten Mentalen Fitnessstudios. Seit über 17 Jahren begleitet sie Menschen dabei,
    innere Blockaden zu lösen und ihren Platz einzunehmen.

    Sie sagt: Positiv sein ist kein spontaner Gedanke und kein Optimismus auf Knopfdruck, sondern eine Entscheidung, die geübt werden kann.

    Wir freuen uns sehr auf das Gespräch mit ihr.

    Die Folge erscheint am 24.März 2026, wie immer um 6 Uhr früh.

  • Im Vollbesitz meiner Schwächen da sein

    Im Vollbesitz meiner Schwächen da sein

    Wir sind stolz, zum Filmstart des Dokumentarfilms über ihr Leben die Autorin Renate Welsh und den Dokumentarfilmer Martin Nguyen zu Gast in unserem Podcast zu haben.

    Mit über 90 Werken zählt die 87-jährige Renate Welsh zu den prägendsten Autorinnen der österreichischen Literatur. Der Dokumentarfilm „Renate“ von Martin Nguyen folgt ihrem bewegten Leben – von ihrer Kindheit voller Schuldgefühle bis zu ihrer literarischen Arbeit mit Christine Nöstlinger und Mira Lobe für sprachlose Außenseiter:innen. In ihren Schreibwerkstätten leitet sie schreibferne Menschen wie Obdachlose oder Bergbäuerinnen an, ihre eigene Stimme zu finden. Während der Dreharbeiten erleidet Renate Welsh einen plötzlichen Schlaganfall, der ihr Stimme und Mobilität raubt.

    In dieser Folge zum Start der dritten Staffel des Podcasts nehmen wir uns die Zeit, das Gespräch ganz langsam entwickeln zu lassen. Wir sprechen über den Film und dessen Entstehungsprozess, über das persönliche Schreiben der beiden und darüber, wie wichtig behutsames Zuhören für Filme wie für das Schreiben ist.

    🎧 Jetzt reinhören!

    Das Transkript der Sendung könnt ihr hier herunterladen.

    Aufführungen des Films „Renate“ in Österreich

    Der Film läuft seit 13.Februar 2026 in Österreich. Für Deutschland ist leider noch kein Verleih gefunden. 😟 Also fragt in eurem Programmkino nach, wenn ihr den Film sehen wollt! (Stand 3.3.2026)

    Aufführungen mit Renate Welsh und Martin Nguyen

    Weitere Aufführungen in Wien:

    • 3. März 2026, Dienstag
      • 16 Uhr – Village Cinemas Wien Mitte
      • 17 Uhr – Admiral Kino, Wien
    • 4. März 2026, Mittwoch – 14 Uhr – Village Cinemas Wien Mitte
    • 5. März 2026, Donnerstag – 16 Uhr – Village Cinemas Wien Mitte
    • 6. März 2026, Freitag – 16:15 Uhr – Admiral Kino, Wien
    • 7. März 2026, Samstag – 15 Uhr – Filmcasino, Wien

    Kurz-Vita

    Renate Welsh

    Foto © Teresa Maier-Zötl

    Renate Welsh ist Schriftstellerin, Übersetzerin und Schreibcoach für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

    Sie wurde 1937 in Wien als Tochter des Arztes Norbert Redtenbacher und seiner Frau Elisabeth geboren. Die Mutter starb, als Welsh vier Jahre alt war an einem Hirntumor. Welsh wurde großteils von den Großeltern im Ausseerland erzogen, wo sie auch die Schule besuchte. 1953 ging sie für ein Jahr als Austauschschülerin nach Portland in Oregon/USA, wo sie einen High-School-Abschluss ablegte. 

    Ein Krankenhausaufenthalt 1968 nach einem Sturz von einem Baum, wurde zum Auslöser für das eigene Schreiben. Gleich ihr erstes Werk Der Enkel des Löwenjägers wurde in die Ehrenliste zum Österreichischen Staatspreis 1970 aufgenommen. Ab 1968 erscheinen auch literarische Übersetzungen aus dem Englischen z.B. von Richard Gordon, James A. Michener, Mildred Lee und Judith Kerr. Seit 1975 arbeitet Welsh als freie Schriftstellerin vor allem für Kinder- und Jugendliche, bekannt ist sie aber auch für ihre Romane und Erzählungen für Erwachsene. 

    1969 begann sie Kinder- und Jugendbücher zu schreiben. Ab 1975 war sie freie Schriftstellerin und schrieb seit 1988 auch für Erwachsene. In der sogenannten „VinziRast“ in Wien betreibt sie Schreibwerkstätten.

    Martin Nguyen

    23.05.1980 in Pulau Bidong, Malaysia in einem Flüchtlingslager auf die Welt gekommen. Als Kind vietnamesischer Boat People in Furth an der Triesting in Niederösterreich aufgewachsen, 1998 Matura im Bundesgymnasium Berndorf (NÖ). 

    Studium der Publizistik und einer Fächerkombination aus Psychologie, Pädagogik und Spanisch in Wien. Lernt Gebärdensprache (ÖGS) und ihre Kultur kennen. 

    Filmkritiken für Falter und Original Magazin. Vater von zwei Töchtern. Regisseur von prämierten Kurzfilmen. Es folgen die Langfilme Ich muss dir was sagen(2006) und Tomorrow you will leave(2012). 2023 bis 2024 Mitglied des Aargauer Kuratoriums für Film (CH) 

    Weitere Infos zu seiner Arbeit findet ihr auf seiner Website hier.

    Ihr könnt Martin Nguyen auch auf Instagram folgen:

    Der Film „Renate“ hat ebenfalls einen Instagramaccount

    Lieblingsbuch 

    Im Moment „Wackelkontakt“ von Wolf Haas. Die Idee ist so simpel, aber dennoch brillant und spannend geschrieben und die spielerische Note, mit der er mit der Sprache spielt – das war eine Freude beim Lesen!

    Lieblings-Selbstcoaching-Schreibübung

    Einfach losschreiben; die Gedanken, die einen in den Kopf schießen aufschreiben, nicht auf Rechtschreibfehler oder vollständige Sätze oder Ordnung achten (das kann man nachher alles machen), wenn mir ein bestimmtes Wort in einem Satz nicht einfällt, füge ich „…“ ein und ergänze es später. Allgemein gesprochen: Gedanken sind wichtiger als Informationen.  

    Wenn der Schreibunmut sehr stark ist, notiere ich die Hard Facts: Namen, Daten, Autorenzeile. 

    Alle Links sind freie Links und keine Affiliate-Links. Unterstützt eure lokale Buchhandlung oder bestellt über Autorenwelt Shop. (Dort bekommen Autor:innen einen höheren Anteil ausgezahlt.)

  • Deborah Ross

    Deborah Ross

    We invited Deborah Ross because Michaela and I are huge fans of her book „Your Brain on Ink,“ which she co-wrote with Kathleen Adams. In that book, they combine journaling techniques with up-to-date neuroscience to facilitate change and to increase a sense of well-being through writing in a fascinating and practical way.

    It is a great pleasure for us to discuss her work on therapeutic journaling and her vision for future developments.

    She is a Certified Journal Therapist who retired from private practice psychotherapy to focus on teaching journaling and expressive writing.  

    The conversation will take place in English, and a German transcript will be provided.

    Deborah Ross

    Wir haben Deborah Ross eingeladen, weil Michaela und ich (Claudia) riesige Fans ihres Buches „Your Brain on Ink“ sind, das sie gemeinsam mit Kathleen Adams geschrieben hat. In diesem Buch kombinieren die beiden Autorinnen Journaling-Techniken mit den neuesten Erkenntnissen aus der Neurobiologie, um Veränderungen zu erleichtern und durch Schreiben zu größerem Wohlbefinden zu gelangen.

    Es macht uns große Freude, mit ihr über therapeutisches Schreiben und ihre Ideen für neue Entwicklungen zu sprechen.

    Das Gespräch wird auf Englisch stattfinden.
    Ein deutsches Transkript stellen wir zur Verfügung.

  • Barbara Pachl-Eberhardt

    Barbara Pachl-Eberhardt

    Barbara Pachl-Eberhardt ist mehrfache Bestseller-Autorin, Erwachsenenbildnerin, Schreib- und Kreativcoach.

    2012 veröffentlichte sie ihr Buch „Vier minus Drei“, das zum Bestseller wurde. In diesem Buch verarbeitete sie den Unfalltod ihres Ehemannes und ihrer zwei Kinder. Der auf dem Buch basierende, gleichnamige Film kommt ab 6. März (Österreich) bzw. 16.April (Deutschland) in die Kinos.

    Wir sind gespannt auf das Gespräch mit ihr!

    Porträt Barbara Pachl-Eberhardt
    Barbara Pachl-Eberhardt
  • Renate Welsh & Martin Nguyen

    Renate Welsh & Martin Nguyen

    Mit über 90 Werken zählt die 87-jährige Renate Welsh zu den prägendsten Autorinnen der österreichischen Kinder- und Jugendliteratur. Der Dokumentarfilm „Renate“ von Martin Nguyen folgt ihrem bewegten Leben – von ihrer Kindheit voller Schuldgefühle bis zu ihrer literarischen Arbeit mit Christine Nöstlinger und Mira Lobe für sprachlose Außenseiter:innen. In ihren Schreibwerkstätten leitet sie schreibferne Menschen wie Obdachlose oder Bergbäuerinnen an, ihre eigene Stimme zu finden. Doch ein plötzlicher Schlaganfall raubt ihr selbst Stimme und Mobilität. 
    Der Film ist ein berührendes Porträt einer außergewöhnlichen Autorin, die die fremde und eigene Sprachlosigkeit überwunden und nie aufgehört hat, Geschichten zu erzählen.

    Wir freuen uns sehr auf das Gespräch zum Filmstart mit Renate Welsh und Martin Nguyen über den Film und das Leben dieser außergewöhnlichen Frau.

    Renate Welsh / Foto © Teresa Maier-Zötl
    Martin Nguyen / Foto © Filmdelights

  • Staffel 3 startet am 3.März 2026

    Staffel 3 startet am 3.März 2026

    Das Warten hat bald ein Ende! Es geht weiter mit unserem Podcast! Wir stecken schon mitten in den Vorbereitungen für die dritte Staffel und freuen uns darauf, euch zu erzählen, wen wir zu Gast haben werden.

    Wir sind überwältigt von der Resonanz, die unsere beiden bisherigen Staffeln bekommen haben. Stand Ende Januar 2026 hatten wir mehr als 12.000 Abrufe! Das ist ein großartiges Ergebnis, mit dem wir so nicht gerechnet hatten. Deshalb ein riesiges Danke an alle, die zuhören, und natürlich an unsere Gäste, die bisher bei uns waren. Es ist toll, euer Vertrauen zu haben.

    Weil wir auch diesmal wieder so tolle Gäste einladen konnten, gibt es in dieser Staffel zwei Folgen, also 14 Folgen statt bisher zwölf.

    Der Start ist am 3.März 2026 und damit einen ganzen Monat vor dem bisher angekündigten Termin. Danach gibt es jeden Dienstag ab 6 Uhr früh eine neue Folge.

    Ihr könnt euch freuen, wir haben wirklich eine grandiose Gästeliste!

  • Ein Jahr „Tinte & Courage“ – Staffelende mit AHA-Momenten

    Ein Jahr „Tinte & Courage“ – Staffelende mit AHA-Momenten

    Gast: Michaela Muschitz & Claudia Scheidemann

    In der letzten Folge der zweiten Staffel sind wir bei uns selbst zu Gast. Wir schauen auf dieses erste Podcastjahr voller unterschiedlicher Stimmen, vielfältiger Schreibwege und ungeplanter Wendungen staunend und ein wenig verblüfft zurück.

    Wir sprechen darüber, wie schnell diese 24 Folgen entstanden sind, was uns überrascht hat und welche Gedanken und Inspirationen wir aus diesem Jahr mitnehmen. Wir teilen, welche Momente uns besonders beschäftigt haben und warum manche Gespräche noch lange nachgewirkt haben.

    Wir streifen durch die Themen der Folgen: von individuellen Schreibritualen bis zu sehr persönlichen Einblicken unserer Gäste und reflektieren, wie unterschiedlich Schreiben eine Rolle im Leben der Menschen spielen kann. Vieles davon hat auch unsere Sicht auf das Schreiben verändert und unsere Praxis weiterentwickelt.

    Ein weiterer Teil des Gesprächs dreht sich um unsere Zusammenarbeit. Anfangs typische Einzelselbstständige, die sich oft auch als „Einzelkämpferinnen“ sehen. Im Laufe dieses Jahres ist daraus mehr geworden: ein gemeinsames Arbeiten, das sich Schritt für Schritt entwickelt hat, inklusive des Auslotens unserer Grenzen, unserer Energie und unseres Tempos.

    Am Ende richten wir den Blick nach vorne. Nach einer Winterpause geht es im Frühjahr mit einer dritten Staffel weiter. Einige Gespräche sind schon in Planung, darunter auch wieder eine englischsprachige Folge. Gleichzeitig erweitern wir unser Tätigkeitsfeld und entwickeln Angebote für Unternehmen, in denen Schreiben als Werkzeug für Reflexion und Entlastung eine Rolle spielen kann.

    Wer neugierig ist, wie wir unser erstes Jahr erlebt haben und welche Fragen uns in die nächste Staffel begleiten: Die Abschlussfolge gibt einen kurzweiligen Einblick in die ersten beiden Staffeln.

    🎧 Jetzt reinhören!

    Das Transkript der Sendung könnt ihr hier herunterladen.

    Michaela Muschitz

    Seit 2005 bin ich selbstständige Schreibtrainerin, Autorin und systematische Coach. Heute nutze ich all meine Erfahrungen, um Menschen dabei zu begleiten sich neu zu orientieren und das zu tun, was sie wirklich tun wollen. Ich gebe ihnen mit dem Schreiben ein Handwerkzeug, dass ihnen in der Umbruchphase hilft herauszufinden, wo die Reise hingehen soll.

    Schreiben ist mein Rückzugsort und eine hilfreiche Partnerin selbst in schwierigen Zeiten. Ich habe die wichtigsten Entscheidungen meines Lebens seit 2004 schreibend getroffen. Ich schreibe fast jeden Tag in meinem Journal und reflektiere darin, plane meine nächsten Schritte oder verarbeite schreibend, was mir so passiert.

    Ich habe mittlerweile sechs Bücher veröffentlicht und ein weiteres entsteht.

    Ihr könnt mir auch folgen:

    📧autorin@michaela-muschitz.at

    Claudia Scheidemann

    Seit 2018 ist das Schreiben immer mehr in den Mittelpunkt meines Lebens gerückt. Ich habe mich intensiv mit Schreibprozessen und ihren positiven Auswirkungen auseinander gesetzt.

    Und in der „Schreibapotheke“ verabreiche ich seit 2022 in Online- und Präsenzworkshops zum persönlichen und kreativen Schreiben heilsame Schreibimpulse ohne ungewollte Nebenwirkungen.

    Ich bin überzeugt: Der Stift in der Hand ist das wirksamste Mittel, um sich selbst zu erkunden. Und kaum etwas hilft bei Seelenschmerz, rasendem Gedankenkarussell oder einem Gefühlsschnupfen besser als Schreiben.

    Ihr könnt mir auch folgen:

    📧claudia@die-schreibapotheke.de

    Im Podcast erwähnt

    Bücher

    Eva Carel – „Alles wird gut, Oida!“

    Katherine May – „Überwintern“

    Stefanie Brodmann – „Frauen, die schreiben, blühen auf“

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  • Provokativ? – Soll ich jetzt rumstänkern, oder was?

    Provokativ? – Soll ich jetzt rumstänkern, oder was?

    Gäste: Noni Höfner & Charlotte Cordes

    Wenn Dr. Noni Höfner und Dr. Charlotte Cordes über ihre Arbeit sprechen, merkt man sofort: Hier geht es nicht um Techniken, sondern um Haltung. Die beiden – Mutter und Tochter – haben den provokativen Ansatz in Deutschland geprägt.

    Im Mittelpunkt steht das Prinzip des liebevollen Karikierens. Statt Probleme vorsichtig zu umkreisen, holen sie sie ins Scheinwerferlicht – ehrlich, überzeichnet, frech, aber immer mit Herz. Ihre Haltung ist klar: Du schaffst das. Du bist stark. Und du darfst über dich selbst lachen. Denn in dem Moment, in dem wir lachen, verliert die Angst ihre Macht.

    Provokatives Coaching funktioniert nur, wenn man dem Gegenüber wirklich wohlgesonnen ist. Fehlt dieses innere „L“ – also die Liebe – kippt der Humor ins Zynische. Und das spüren Menschen sofort. Diese Haltung fordert Selbstreflexion: Wer provozieren will, muss sich selbst gut kennen.

    Leichtigkeit ist dabei nichts Oberflächliches. Sie entsteht aus echter Wertschätzung. Provokation heißt bei Noni und Charlotte nicht, jemanden bloßzustellen, sondern ihn wachzurütteln – so, dass wieder Bewegung ins Leben kommt. Mut mit Herz eben.

    Humor ist dabei wie ein Türöffner: Er macht Luft, wo vorher Enge war. Das schafft Momente, in denen das Leben plötzlich wieder leicht wird.

    Diese Haltung braucht Mut. Provokation ist kein Spiel mit Grenzen, sondern Ausdruck von tiefer Menschlichkeit. Sie funktioniert nur, wenn das Gegenüber spürt: Hier darf ich ganz ich selbst sein. Hier wird nicht verurteilt, sondern gesehen.

    Auch fürs Schreiben steckt da eine Menge drin. Schreiben funktioniert nämlich ähnlich – ehrlich, mutig, manchmal frech. Nicht immer schön, aber echt. Wenn wir aufschreiben, was uns wirklich bewegt, auch das, was wir sonst lieber verstecken würden, entsteht daraus Klarheit. Manchmal ist Schreiben wie ein liebevoller kleiner Tritt in den Hintern – ein Blick in den Spiegel, der uns zum Lachen bringt, auch wenn uns kurz vorher noch alles zu viel war.

    Am Ende bleibt die schöne Erkenntnis: Leichtigkeit entsteht nicht, wenn alles glattläuft, sondern wenn wir uns erlauben, dem Chaos mit einem Augenzwinkern zu begegnen.

    🎧 Jetzt reinhören!

    Das Transkript der Sendung könnt ihr hier herunterladen.

    Kurz-Vita

    Dr. Noni Höfner und Dr. Charlotte Cordes sind Mutter und Tochter und arbeiten beim Deutschen Institut für Provokative Therapie, das Noni Höfner 1988 gegründet hat. Die Beiden haben die Provokative Therapie von Frank Farrelly zum Provokativen Ansatz weiterentwickelt.  

    Das Herzstück der provokativen Vorgehensweise ist ein sehr wohlwollender Humor, der den Klienten ermöglicht, ihre Selbstsabotage – den „ganz normalen Wahnsinn“ – zu relativieren. Wertschätzung und Wohlwollen des Beratenden werden dabei vor allem nonverbal vermittelt.

    Provokative Berater sind vom Veränderungspotenzial der Klienten überzeugt, ohne die klassischen Ermutigungssätze („Sie schaffen das! Sie haben das Potenzial“) jemals auszusprechen. Therapeut oder Coach sagen nicht, was sie selbst denken, sondern was die Klienten fühlen und denken, oder fühlen und denken könnten, und verzerren es ins Komische und Absurde, um die Klienten zum Lachen über ihre eigenen Stolpersteine zu bringen.  

    Ihr könnt Charlotte Cordes auch auf LinkedIn folgen:

    Ihr könnt auch eine Mail schreiben:

    📧dip@provokativ.com 

    Podcast „Der provokative Ansatz“ auf Spotify mit Live-Coachings:

    Bücher

    Noni Höfner – „Wenn du so weitermachst, bekommst du nie einen Mann“ (Roman)

    Im Podcast erwähnt

    Lieblingsbücher 

    Noni
    A.A. Milne – „Winnie, the Pooh“„Pu, der Bär“

    Alles von Thomas Mann

    Charlotte

    Alles von Caroline Wahl.

    Alles von Jojo Moyes


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  • Ressourcen statt Angst –  Zukunft anders erzählen

    Ressourcen statt Angst – Zukunft anders erzählen

    Gast: Silke Jäger

    Silke Jäger ist jemand, die durch ihr Leben nicht in einer geraden Linie gegangen ist. Und genau das bringt Tiefe in alles, was sie heute schreibt. Ergotherapie, Buchhandel, Verlag, Lektorat, seit 2015 Medizinjournalismus. Diese Mischung spürt man. Sie beobachtet Körper, Systeme und Sprachlogiken gleichzeitig.

    Was sie unterscheidet: sie arbeitet evidenzbasiert, aber nicht als Elfenbeinturm-Faktensortiererin. Sie interessiert sich dafür, was Menschen mit dieser Information praktisch anfangen können. Wie sie damit wirklich Entscheidungen treffen können. Wie man als Schreibende:r Verantwortung trägt, ohne zu simplifizieren und ohne zu verfälschen.

    In diesem Gespräch wird sehr gut sichtbar, warum Angstnarrative beim Schreiben und im Journalismus fast immer lähmen und warum sie keine guten Motoren für Handlung sind. Egal ob es um Klima geht, um Medizin oder um Altern. Silke argumentiert sehr nachvollziehbar, warum es produktiver ist, Dinge in machbare Schritte zu zerlegen – statt in “alles oder nichts”.

    Spannend ist auch, wie stark ihre ursprüngliche Ergotherapieprägung noch wirkt: sie schaut zuerst auf Ressourcen, statt auf Defizit. Das beeinflusst sowohl ihre Texte als auch ihre Sicht auf Zukunft und Prävention.

    Und dann ist da noch der private Schreibkonflikt: beruflich ständig funktionale Texte schreiben – und gleichzeitig merken, wie sehr persönliches Schreiben als eigener Ort fehlt, als Teil von Zufriedenheit, als eigenes Territorium. Das kennen viele professionell Schreibende.

    Wenn man gerade selbst schreibt, publiziert, recherchiert, über Zukunft nachdenkt oder sich neu orientiert: diese Folge gibt neue Denkräume. Nicht im Sinne von “Tipps”. Sondern im Sinne von Perspektivwechseln, die im Alltag sofort nutzbar sind.

    🎧 Genau deshalb lohnt es sich, reinzuhören.

    Das Transkript der Sendung könnt ihr hier herunterladen.

    Kurz-Vita

    Silke Jäger arbeitet seit 2010 freiberuflich, zuerst als Lektorin und ab 2015 als freie Medizinjournalistin. Sie war mal Ergotherapeutin, Buchhändlerin und Verlagslektorin und hat ein angefangenes Romanmanuskript in der Schublade. Manchmal steht sie auf Lesebühnen und trägt kleine Texte vor. Sie lebt mit ihrer Familie und einem eigensinnigen Terrier in Marburg, fährt gerne Fahrrad und liest ständig – egal was, aber am liebsten gute Literatur.  

    Ihr könnt Silke Jäger hier folgen:

    Im Fediverse [@silkjag@reporter.social] 

    Zusätzliche Informationen: 

    Auf der Webseite https://silke-jaeger.de/ findet ihr weitere Informationen über Silke. 

    Bei RiffReporter erschien die Serie „Wie wir uns die Klimakrise erzählen“ https://www.riffreporter.de/de/erzaehlung-narrativ-storytelling-apokalypse-klimakrise 

    Im Podcast erwähnt

    Silkes Buch

    Silke Jäger – „Fit und gesund – für Frauen über 50“

    Lieblingsbuch 

    Han Kang – „Die Vegetarierin“

    Christa Wolf – „Kassandra“

    Lieblings-Selbstcoaching-Schreibübung

    drauflosschreiben


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  • Auch Männer können schreiben

    Auch Männer können schreiben

    Gast: Alexander Greiner

    In der neuesten Folge unseres Podcasts haben wir einen besonderen Gast: Alexander Greiner. Alexander ist nicht nur Podcaster, Journalist und Speaker, sondern auch Autor eines sehr persönlichen Buches über seine Krebserfahrungen. Was ihn auszeichnet, ist seine unglaubliche Offenheit. Er spricht ehrlich über Schmerz, Angst und den langen Weg, wieder Kontrolle über sein Leben zu gewinnen. Gleichzeitig zeigt er, wie Schreiben ihm geholfen hat, Gedanken zu ordnen und Klarheit in schwierigen Momenten zu finden.

    Die Folge deckt eine erstaunliche Bandbreite an Themen ab. Alexander erzählt von seiner Krebserkrankung, von den Herausforderungen, die Männer oft haben, über ihre Gefühle zu sprechen, und von den gesellschaftlichen Erwartungen, die dieses Schweigen noch verstärken. Er spricht über die Bedeutung von Gesundheitskompetenz – und warum Männer oft erst spät ärztliche Hilfe suchen – sowie über den Umgang mit existenziellen Ängsten und Lebenskrisen. Ein weiteres großes Thema ist das Schreiben als Werkzeug: als Safe Space, als Methode, die eigenen Gedanken zu sortieren, Entscheidungen zu treffen und die Kontrolle über das eigene Leben zurückzugewinnen.

    Schließlich geht es auch um praktische Fragen: Wie lässt sich Schreiben in den Alltag integrieren? Welche Methoden sind hilfreich? Und wie kann man Männer dazu motivieren, das Schreiben als Hilfsmittel anzunehmen?

    🎧 Jetzt reinhören!

    Das Transkript der Sendung könnt ihr hier herunterladen.

    Kurz-Vita

    Alexander Greiner ist freier Journalist, Podcaster, Buchautor, Redner und ehemaliger Krebspatient.

    Er moderiert den monatlichen Online-Männertreff „Gut gegen Kopfkino“ für Männer mit Krebs in Deutschland sowie das „Herrenzimmer“ der Österreichischen Krebshilfe.

    2015 wird bei ihm Hodenkrebs entdeckt, 2017 eine schmerzhafte Knochenmetastase in der Schulter. 2019 erscheint sein Buch „Als ich dem Tod in die Eier trat“.

    Er betreibt den Männerkrebs-Podcast, ist Co-Host des Herrenzimmer-Podcasts der Krebshilfe und hält Vorträge und leitet Workshops in Unternehmen zu Männergesundheit, Stressbewältigung, Krebsprävention und Resilienz. 

    Weitere Infos zu seiner Arbeit findet ihr auf seiner Website hier.

    Ihr könnt Alexander Greiner auch auf LinkedIn und Instagram folgen:

    Den Podcast „Männerkrebs“ findet ihr hier:

    Im Podcast erwähnt

    Lieblingsbuch 

    Mark Wolynn – „Dieser Schmerz ist nicht meiner“

    Marlen Haushofer – „Die Wand“

    Lieblings-Selbstcoaching-Schreibübung

    Eine Morgenseite im A5-Journal direkt nach dem Aufwachen schreiben. 

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