Die Kraft des Trotzdem

Es gibt diese Gespräche, aus denen man ein Wort mitnimmt, das plötzlich anders klingt als zuvor. Bei uns war es dieses Mal: trotzdem.

Holger-Nils Pohl ist preisgekrönter Kommunikationsdesigner, Visual Strategist und Autor. Am 14. Mai 2025 hatte er beim Basketballspielen einen schweren Schlaganfall. Mit 45 Jahren, mitten in seiner Karriere. Was danach kam, erzählt er in dieser Folge mit einer Offenheit, die uns wirklich berührt hat.

Er erzählt uns offen, wie Schreiben und Zeichnen ihm halfen, Sprache, Konzentration und Kreativität Schritt für Schritt zurückzugewinnen – mit täglich 5 bis 10 Minuten, maßgeschneiderten KI-Schreibprompts und eben einer gehörigen Portion Trotzdem.

Wir sprechen darüber, wie diese kurzen Aktivitäten mehr bewirken können, als man glaubt. Und darüber, warum der Prozess immer wichtiger ist als das Ergebnis.

Ein zweiter Faden im Gespräch: seine späte Autismus-Diagnose und sein Buch Falscher Planet – entstanden für seine Kinder, aber auch als Form der Selbsttherapie.

Und dann landen wir bei den größeren Fragen: Warum haben wir Pausen so verlernt? Was macht es mit uns, dass wir kaum noch etwas mit den Händen tun? Und was braucht es wirklich, um weiterzumachen, wenn das Leben ganz anders läuft als geplant?

Alles, was wir im Gespräch erwähnen, haben wir unten verlinkt. Auch seine Bücher und Buchempfehlungen haben wir für euch zusammengestellt.

🎧 Jetzt reinhören!

Das Transkript der Sendung könnt ihr hier herunterladen.

Kurz-Vita

Holger Nils Pohl schafft Klarheit — durch Bilder, Geschichten und Werkzeuge, die sichtbar machen, worauf es ankommt. 

Er ist preisgekrönter Kommunikationsdesigner, Visual Strategist, Autor und Trainer. Autist zu sein, prägt, wie er sieht, denkt und arbeitet. In über einem Dutzend Büchern hat er über Kreativität, Innovation, Autismus und emotionalen Ausdruck geschrieben — darunter Kollaborationen mit Tendayi Viki und Alex Osterwalder. Eins davon hat er komplett auf dem Handy getippt, während sein drittes Kind im Tragetuch schlief. 

Jahrelang hat er an der Universität der Künste Berlin und der Hochschule Macromedia Köln gelehrt, weltweit Workshops und Keynotes gegeben, und Unternehmen beraten. Er hat ein preisgekröntes Business-Brettspiel mitentwickelt, eine Facilitation-App, und ein Wirtschaftscomic für Kinder. Als gelernter Tischler baut er gerne Möbel, wenn er mal nicht zeichnet oder schreibt. 

2025 hatte er einen Schlaganfall. Das hat alles verändert — und nichts. Seitdem erforscht er, was Klarheit, Heilung und Kreativität bedeuten, wenn das eigene Gehirn sich verändert hat. Und er teilt diesen Weg offen — in seinem Newsletter „The Clarity Chronicle“ und überall dort, wo ehrliche Gespräche möglich sind. 

Holger lebt mit seiner Frau und drei Kindern bei Köln. Dazu kommen drei Pferde, ein Hund, zwei Katzen und ein paar sehr eigensinnige Kaninchen. Wenn er nicht gerade als Katzenmöbel dient, steht er barfuß im Garten und wirft Körbe — oder schaut einfach nur in die Wolken. 

Ihr könnt Holger Nils Pohl auch auf Instagram folgen oder auf LinkedIn mit ihm vernetzen.

Auf seiner Website erfahrt ihr mehr über seine Arbeit.

Seine Bücher findest du hier. 📚 Dort könnt ihr auch direkt bei ihm bestellen.

Im Podcast erwähnt

Neurografik:

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Lieblingsbücher

Kenya Hara – „White“

Mark McGuiness – „Motivation“ und „Resilience“

Steven Pressfield – „The War of Art“ und hier die deutsche Ausgabe.

Lieblingsschreibübung

Zeichnen und Malen ist mein Selbstcoaching. Dazu kommen auch Notizen, aber das visuelle kreieren steht dabei an erster Stelle. Ich stelle mir gerne eine Reflektionsfrage und fange dann an zu gestalten. Ohne Ziel oder Anspruch auf Schönheit. Gerne auch in Anlehnung an Neurographik, aber in vereinfachter Form. 

Nils Holger erklärt das im Podcast noch genauer.

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