Kategorie: Podcastfolge Staffel 3

  • Mein Gehirn sitzt in meinen Fingerspitzen

    Mein Gehirn sitzt in meinen Fingerspitzen

    Barbara Pachl-Eberhardt ist mehrfache Bestseller-Autorin, Erwachsenenbildnerin, Schreib- und Kreativcoach. 2012 veröffentlichte sie ihr Buch „Vier minus Drei“, das zum Bestseller wurde. In diesem Buch verarbeitete sie den Unfalltod ihres Ehemannes und ihrer zwei Kinder. Der auf dem Buch basierende, gleichnamige Film kommt ab 6. März (Österreich) bzw. 16.April (Deutschland) in die Kinos.

    Wir sprechen über den Film, die Entstehung des Memoir, die Kraft des Scheibens und wie vielfältig „Schreiben“ sein kann. Und ganz nebenbei lässt uns Barbara eine Handvoll wunderbar inspirierender Schreibimpulse da. – Kleiner Tipp: Es lohnt sich diesmal besonders, das Transkript herunterzuladen.

    🎧 Jetzt reinhören!

    Das Transkript der Sendung könnt ihr hier herunterladen.

    Kurz-Vita

    Barbara Pachl-Eberhart war Clown und ist heute Autorin. Zu schreiben begonnen hat sie aus Sprachlosigkeit, als ihre Familie im Jahr 2008 bei einem Unfall starb. Ihr Memoir „vier minus drei“ wurde über Nacht zum Bestseller, nun kommt es als Film in die Kinos. Buch und Film erzählen gleichermaßen von einem lebensbejahenden, liebevollen und mutigen Umgang mit Trauer.

    Barbara Pachl-Eberhart wurde für viele zu einem Vorbild. Sie macht Mut, eigene Wege zu gehen. Das tut sie auch als Schreibpädagogin: unkonventionell, sehr persönlich, mit einem tiefen Gefühl für Seelenwege und innere Kind-Anteile.  

    Weitere Infos zu ihrer Arbeit findet ihr auf auf der Website „Mein Lieblingsleben“. Dort sind auch ihre Schreibworkshops zu finden insbesondere „Dein Leben als Buch“ und der Einsteiger-Kurs „Geschichten zum Wohlfühlen“.  

    Ihr könnt Barbara Pachl-Eberhardt auch auf Instagram und facebook folgen:

    Der Film „Vier minus Drei“ ist ebenfalls auf Instagram zu finden:

    Barbaras Podcast „LebensGeschichten“ findest du auf Spotify.

    Im Podcast erwähnt

    • Schreibworkshop bei Michaela Obertscheider. Infos auf ihrer Webseite.
    • Film „Gespräche mit Gott“ nach dem Buch von Neale Donald Walsch
    • Janet Conner – „Writing Down Your Soul: How to Activate and Listen to the Extraordinary Voice Within“ (Nur Englisch.)
    • Propriozeptives Schreiben nach Linda Trichter Metcalf – „Writing The Mind Alive – Die propriozeptive Methode zum Finden Ihrer authentischen Stimme“
    • Elizabeth Ayres – Homepage Center for Creative Writing

    Bücher von Barbara Pachl-Eberhardt

    Lieblingsbücher 

    Keith Johnstone – „Improvisation und Theater“ und „Theaterspiele“

    Hilde Domin – „Gesammelte Gedichte“

    Lieblings-Selbstcoaching-Schreibübung

    Barbara Pachl-Eberhardt hat uns diese Schreibübung im Podcast beschrieben und vorab diesen Text zur Verfügung gestellt:

    Meine Schreibübungen haben immer mehrere Schritte. Momentan meine Lieblings-Übung heißt: Museum Der Zeit. Sie geht so:  
    1. Mache Dir ein „Derzeit“-ABC, also schreib zu jedem Buchstaben des Alphabets ein Wort, dass derzeit zu Dir passt.  

    2. Male einen Kreis auf ein Blatt Papier im Querformat, dann zeichne eine senkrechte Linie und eine waagrechte (lass den Kreis frei). Es entsteht ein „Museum“ mit 4 Räumen und einem runden Raum in der Mitte.  

    3. Übertrage nun alle Worte aus deinem ABC auf das Museums-Blatt. Fasse sie in Räumen zusammen – lass dich überraschen, welche Worte sich da zueinandergesellen.  

    4. In Museen steht ja oft in jedem Raum ein Satz an der Wand, der die Kernbotschaft des Raums zusammenfasst. Schau dir deine 4 Räume an und schreib in jeden einen Satz, der zu dem Raum passt – am besten eine Ermutigung.  

    5. Such dir eines deiner Wörter aus, das du jetzt in den runden, zentralen Raum übersiedelst. Welches ist das „Kernstück“, welches hat besondere Aufmerksamkeit verdient – und taugt vielleicht sogar als Titel der Ausstellung? 

    6. Nimm dir jetzt noch 20 Minuten für ein freies Schreiben. Schreib über einen der 4 Räume oder über dein zentrales Wort. 

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  • Im Vollbesitz meiner Schwächen da sein

    Im Vollbesitz meiner Schwächen da sein

    Wir sind stolz, zum Filmstart des Dokumentarfilms über ihr Leben die Autorin Renate Welsh und den Dokumentarfilmer Martin Nguyen zu Gast in unserem Podcast zu haben.

    Mit über 90 Werken zählt die 87-jährige Renate Welsh zu den prägendsten Autorinnen der österreichischen Literatur. Der Dokumentarfilm „Renate“ von Martin Nguyen folgt ihrem bewegten Leben – von ihrer Kindheit voller Schuldgefühle bis zu ihrer literarischen Arbeit mit Christine Nöstlinger und Mira Lobe für sprachlose Außenseiter:innen. In ihren Schreibwerkstätten leitet sie schreibferne Menschen wie Obdachlose oder Bergbäuerinnen an, ihre eigene Stimme zu finden. Während der Dreharbeiten erleidet Renate Welsh einen plötzlichen Schlaganfall, der ihr Stimme und Mobilität raubt.

    In dieser Folge zum Start der dritten Staffel des Podcasts nehmen wir uns die Zeit, das Gespräch ganz langsam entwickeln zu lassen. Wir sprechen über den Film und dessen Entstehungsprozess, über das persönliche Schreiben der beiden und darüber, wie wichtig behutsames Zuhören für Filme wie für das Schreiben ist.

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    Das Transkript der Sendung könnt ihr hier herunterladen.

    Aufführungen des Films „Renate“ in Österreich

    Der Film läuft seit 13.Februar 2026 in Österreich. Für Deutschland ist leider noch kein Verleih gefunden. 😟 Also fragt in eurem Programmkino nach, wenn ihr den Film sehen wollt! (Stand 3.3.2026)

    Aufführungen mit Renate Welsh und Martin Nguyen

    Weitere Aufführungen in Wien:

    • 3. März 2026, Dienstag
      • 16 Uhr – Village Cinemas Wien Mitte
      • 17 Uhr – Admiral Kino, Wien
    • 4. März 2026, Mittwoch – 14 Uhr – Village Cinemas Wien Mitte
    • 5. März 2026, Donnerstag – 16 Uhr – Village Cinemas Wien Mitte
    • 6. März 2026, Freitag – 16:15 Uhr – Admiral Kino, Wien
    • 7. März 2026, Samstag – 15 Uhr – Filmcasino, Wien

    Kurz-Vita

    Renate Welsh

    Foto © Teresa Maier-Zötl

    Renate Welsh ist Schriftstellerin, Übersetzerin und Schreibcoach für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

    Sie wurde 1937 in Wien als Tochter des Arztes Norbert Redtenbacher und seiner Frau Elisabeth geboren. Die Mutter starb, als Welsh vier Jahre alt war an einem Hirntumor. Welsh wurde großteils von den Großeltern im Ausseerland erzogen, wo sie auch die Schule besuchte. 1953 ging sie für ein Jahr als Austauschschülerin nach Portland in Oregon/USA, wo sie einen High-School-Abschluss ablegte. 

    Ein Krankenhausaufenthalt 1968 nach einem Sturz von einem Baum, wurde zum Auslöser für das eigene Schreiben. Gleich ihr erstes Werk Der Enkel des Löwenjägers wurde in die Ehrenliste zum Österreichischen Staatspreis 1970 aufgenommen. Ab 1968 erscheinen auch literarische Übersetzungen aus dem Englischen z.B. von Richard Gordon, James A. Michener, Mildred Lee und Judith Kerr. Seit 1975 arbeitet Welsh als freie Schriftstellerin vor allem für Kinder- und Jugendliche, bekannt ist sie aber auch für ihre Romane und Erzählungen für Erwachsene. 

    1969 begann sie Kinder- und Jugendbücher zu schreiben. Ab 1975 war sie freie Schriftstellerin und schrieb seit 1988 auch für Erwachsene. In der sogenannten „VinziRast“ in Wien betreibt sie Schreibwerkstätten.

    Martin Nguyen

    23.05.1980 in Pulau Bidong, Malaysia in einem Flüchtlingslager auf die Welt gekommen. Als Kind vietnamesischer Boat People in Furth an der Triesting in Niederösterreich aufgewachsen, 1998 Matura im Bundesgymnasium Berndorf (NÖ). 

    Studium der Publizistik und einer Fächerkombination aus Psychologie, Pädagogik und Spanisch in Wien. Lernt Gebärdensprache (ÖGS) und ihre Kultur kennen. 

    Filmkritiken für Falter und Original Magazin. Vater von zwei Töchtern. Regisseur von prämierten Kurzfilmen. Es folgen die Langfilme Ich muss dir was sagen(2006) und Tomorrow you will leave(2012). 2023 bis 2024 Mitglied des Aargauer Kuratoriums für Film (CH) 

    Weitere Infos zu seiner Arbeit findet ihr auf seiner Website hier.

    Ihr könnt Martin Nguyen auch auf Instagram folgen:

    Der Film „Renate“ hat ebenfalls einen Instagramaccount

    Lieblingsbuch 

    Im Moment „Wackelkontakt“ von Wolf Haas. Die Idee ist so simpel, aber dennoch brillant und spannend geschrieben und die spielerische Note, mit der er mit der Sprache spielt – das war eine Freude beim Lesen!

    Lieblings-Selbstcoaching-Schreibübung

    Einfach losschreiben; die Gedanken, die einen in den Kopf schießen aufschreiben, nicht auf Rechtschreibfehler oder vollständige Sätze oder Ordnung achten (das kann man nachher alles machen), wenn mir ein bestimmtes Wort in einem Satz nicht einfällt, füge ich „…“ ein und ergänze es später. Allgemein gesprochen: Gedanken sind wichtiger als Informationen.  

    Wenn der Schreibunmut sehr stark ist, notiere ich die Hard Facts: Namen, Daten, Autorenzeile. 

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