Kategorie: Podcastfolge Staffel 3

  • Vom nützlichen und liebevollen Umgang mit mir selbst

    Vom nützlichen und liebevollen Umgang mit mir selbst

    Zu Gast: Julia Kalenberg

    Wie kann ich mich schreibend unterstützen? – Diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch diese Episode.

    Julia Kalenberg erzählt uns von den verschiedenen Notizbüchern aus ihrer Tagebuchtasche und wie sie jedes einzelne ganz konkret nutzt. Schon dieser Gesprächsmoment ist so voller Schreibanregungen und wertvoller Sichtweisen, dass wir behaupten: Da ist wirklich für jeden etwas dabei.

    Sie erklärt uns den besonderen Blickwinkel des lösungsfokussierten Coachings, bei dem das im Mittelpunkt steht, was schon gut funktioniert – und was gewünscht ist. Wobei Lösungsfokussierung eben nicht mit Problemphobie zu verwechseln ist.

    Wir erfahren, was das Besondere an Solution Walks ist, warum Gehen und Schreiben so gut zusammenpassen – und wie wichtig dabei ausreichend Zeit zum ungestörten Nachdenken ist.

    Julia hat ihre Schreibpraxis nicht nur in Coachings und Seminaren erprobt, sondern auch in einer der schwersten Lebensphasen praktiziert: Sie hat während der Sterbebegleitung ihres Vaters täglich Tagebuch geschrieben – manchmal mehrmals am Tag – und aus ihren Erfahrungen und weiteren Gesprächen ein Buch gemacht. „Und jetzt zeigst du uns, wie Sterben geht“ ist ein mutiges, berührendes Buch über Abschiednehmen, Gespräche, die wir (noch) nicht führen – und darüber, dass Sterben lernen auch Leben lernen bedeutet.

    Und was es mit magischem Papier, einem grünen Glitzerstift und Bohnen in Seminaren auf sich hat? Das verraten wir hier nicht. Das müsst ihr euch selbst anhören.

    🎧 Jetzt reinhören!

    Das Transkript der Sendung könnt ihr hier herunterladen.

    Kurz-Vita

    Julia Kalenberg begleitet seit 1997 als selbstständige Unternehmerin Teams und Einzelpersonen in Entwicklungsprozessen. Sie bringt Menschen in Führungstrainings, Teamworkshops und Coachings (diese vor allem auf sogenannten Solution Walks, aber auch online) in Kontakt mit ihren Stärken. Dabei schafft sie einen Rahmen, in dem Teams und Einzelpersonen über ihre gewünschte Zukunft und bereits Funktionierendes sprechen und nützliche Veränderungen sowie kleine, stimmige Schritte erkennen können. Als Referentin ist sie unter anderem am Institut für KMU der Universität St. Gallen tätig. 2023 erschien ihr Buch «Und jetzt zeigst du uns, wie Sterben geht». Julia hat zwei erwachsene Kinder und lebt mit ihrem Mann in Zimmerwald bei Bern. 

    Ihr könnt Julia Kalenberg auch auf Instagram folgen und auf LinkedIN mit ihr vernetzen:

    Und sie freut sich über Email an jk@juliakalenberg.ch 

    Im Podcast erwähnt

    Julias Buch

    Julia Kalenberg – „Und jetzt zeigst du uns wie Sterben geht“ – Sterben lernen, heißt leben lernen

    Lieblingsbücher

    Birgit Schreiber – „Wohlschreiben – 52 Impulse für ein Leben, das sich echt anfühlt“

    James Norbury – „Big Panda and little Dragon“ auf Deutsch „Großer Panda, kleiner Drachen“

    Lieblingsschreibübung

    Meine kleine gewünschte Zukunft. Mit dieser Übung (mit der ich zum Kartenset „50 inspirierende Ideen für Führungskräfte“, Elfie Czerny/Dominik Godat, Versus Verlag beitragen durfte) nutze ich die Kraft der Vorstellung. Ich sammle Energie und setze bewusst den Fokus für den Tag, indem ich mir morgens bereits vorstelle, worauf ich abends zufrieden zurückblicken möchte.  

    So könnte sich das anhören: 

    • Heute war ein guter Tag. Ich bin dankbar, wie ich … 
    • Ich bin stolz, dass ich  
    • …. 

    Die positive Wirkung meiner „kleinen gewünschten Zukunft“ kann ich steigern, indem ich zwischendurch immer wieder darauf schaue, was sich schon erfüllt hat…. 

    Oft ergänze ich die „kleine gewünschte Zukunft“ mit meinem „Bohnen-Experiment“ (schriftlich und grafisch dargestellt) in meinem Journal. In einem Kreis zeichne ich dazu kleine Umrisse von „Bohnenkernen“, die ich dann Schritt für Schritt in Regenbogenfarben ausmal, wenn mir etwas Kleines gelungen ist (z.B. ein Konzept fertiggestellt, Pause gemacht o.ä.). Diese Selbst-Coaching übung habe ich schriftlich und grafisch weiterentwickelt aus der Geschichte mit den Bohnen, in der man mittels Bohnenkernen, die die Hosentaschen wechseln, positive Erlebnisse am Tag bewusst erleben soll. 

    Alle Links sind freie Links und keine Affiliate-Links. Unterstützt eure lokale Buchhandlung oder bestellt über Autorenwelt Shop. (Dort bekommen Autor:innen einen höheren Anteil ausgezahlt.)

  • Die Kraft des Trotzdem

    Die Kraft des Trotzdem

    Es gibt diese Gespräche, aus denen man ein Wort mitnimmt, das plötzlich anders klingt als zuvor. Bei uns war es dieses Mal: trotzdem.

    Holger-Nils Pohl ist preisgekrönter Kommunikationsdesigner, Visual Strategist und Autor. Am 14. Mai 2025 hatte er beim Basketballspielen einen schweren Schlaganfall. Mit 45 Jahren, mitten in seiner Karriere. Was danach kam, erzählt er in dieser Folge mit einer Offenheit, die uns wirklich berührt hat.

    Er erzählt uns offen, wie Schreiben und Zeichnen ihm halfen, Sprache, Konzentration und Kreativität Schritt für Schritt zurückzugewinnen – mit täglich 5 bis 10 Minuten, maßgeschneiderten KI-Schreibprompts und eben einer gehörigen Portion Trotzdem.

    Wir sprechen darüber, wie diese kurzen Aktivitäten mehr bewirken können, als man glaubt. Und darüber, warum der Prozess immer wichtiger ist als das Ergebnis.

    Ein zweiter Faden im Gespräch: seine späte Autismus-Diagnose und sein Buch Falscher Planet – entstanden für seine Kinder, aber auch als Form der Selbsttherapie.

    Und dann landen wir bei den größeren Fragen: Warum haben wir Pausen so verlernt? Was macht es mit uns, dass wir kaum noch etwas mit den Händen tun? Und was braucht es wirklich, um weiterzumachen, wenn das Leben ganz anders läuft als geplant?

    Alles, was wir im Gespräch erwähnen, haben wir unten verlinkt. Auch seine Bücher und Buchempfehlungen haben wir für euch zusammengestellt.

    🎧 Jetzt reinhören!

    Das Transkript der Sendung könnt ihr hier herunterladen.

    Kurz-Vita

    Holger Nils Pohl schafft Klarheit — durch Bilder, Geschichten und Werkzeuge, die sichtbar machen, worauf es ankommt. 

    Er ist preisgekrönter Kommunikationsdesigner, Visual Strategist, Autor und Trainer. Autist zu sein, prägt, wie er sieht, denkt und arbeitet. In über einem Dutzend Büchern hat er über Kreativität, Innovation, Autismus und emotionalen Ausdruck geschrieben — darunter Kollaborationen mit Tendayi Viki und Alex Osterwalder. Eins davon hat er komplett auf dem Handy getippt, während sein drittes Kind im Tragetuch schlief. 

    Jahrelang hat er an der Universität der Künste Berlin und der Hochschule Macromedia Köln gelehrt, weltweit Workshops und Keynotes gegeben, und Unternehmen beraten. Er hat ein preisgekröntes Business-Brettspiel mitentwickelt, eine Facilitation-App, und ein Wirtschaftscomic für Kinder. Als gelernter Tischler baut er gerne Möbel, wenn er mal nicht zeichnet oder schreibt. 

    2025 hatte er einen Schlaganfall. Das hat alles verändert — und nichts. Seitdem erforscht er, was Klarheit, Heilung und Kreativität bedeuten, wenn das eigene Gehirn sich verändert hat. Und er teilt diesen Weg offen — in seinem Newsletter „The Clarity Chronicle“ und überall dort, wo ehrliche Gespräche möglich sind. 

    Holger lebt mit seiner Frau und drei Kindern bei Köln. Dazu kommen drei Pferde, ein Hund, zwei Katzen und ein paar sehr eigensinnige Kaninchen. Wenn er nicht gerade als Katzenmöbel dient, steht er barfuß im Garten und wirft Körbe — oder schaut einfach nur in die Wolken. 

    Ihr könnt Holger Nils Pohl auch auf Instagram folgen oder auf LinkedIn mit ihm vernetzen.

    Auf seiner Website erfahrt ihr mehr über seine Arbeit.

    Seine Bücher findest du hier. 📚 Dort könnt ihr auch direkt bei ihm bestellen.

    Im Podcast erwähnt

    Neurografik:

    Zur Newsletteranmeldung geht’s hier.

    Lieblingsbücher

    Kenya Hara – „White“

    Mark McGuiness – „Motivation“ und „Resilience“

    Steven Pressfield – „The War of Art“ und hier die deutsche Ausgabe.

    Lieblingsschreibübung

    Zeichnen und Malen ist mein Selbstcoaching. Dazu kommen auch Notizen, aber das visuelle kreieren steht dabei an erster Stelle. Ich stelle mir gerne eine Reflektionsfrage und fange dann an zu gestalten. Ohne Ziel oder Anspruch auf Schönheit. Gerne auch in Anlehnung an Neurographik, aber in vereinfachter Form. 

    Nils Holger erklärt das im Podcast noch genauer.

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  • Ich habe einen talentorientierten Mosaiklebenslauf

    Ich habe einen talentorientierten Mosaiklebenslauf

    Tanja Wehr ist eine von Ideen und Wissen sprühende Tausendsassa mit einer großen Neugier auf so ziemlich alles. Deshalb kommen in diesem Podcast vor: Gigantenkäfer, pink-gelbe Motten, die faszinierende Welt der Pilze, Einkaufszettel, Lego und Birdwatching. (Und noch das ein oder andere mehr…)

    Und natürlich sprechen wir über das Zeichnen. Von Tanjas buntem Lebenslauf mit rotem Faden, über den ersten Auftrag für Grafic Recording bis hin zu ihren Sketchnotes Büchern. Diese Folge ist besonders wichtig für alle, die von sich behaupten, sie könnten nicht zeichnen. Tanja zeigt uns ihre Strich-für-Strich-Anleitungen, die beweisen, dass wirklich jeder zeichnen kann.

    Begeistert erzählt sie vom Sketchnote-Barcamp und wie wichtig der Austausch in Communities ist. Im Zweifelsfall auch selbstgebauten!

    Lass dich -so wie wir- mitreissen von Tanjas Energie und Neugier.

    🎧 Jetzt reinhören!

    Das Transkript der Sendung könnt ihr hier herunterladen.

    Diesmal gibt es auch das Video zur Folge:

    !!!! AKTION: Mit dem Gutscheincode Tinte&Courage könnt ihr bei der Buchung eures Tickets für das Sketchnotes Barcamp sparen. Das Sketchnotes Barcamp findet vom 12.-13.Juni 2026 in Göttingen statt. Mehr Infos und Ticketbuchung unter https://sketchnote-barcamp.de !!!!

    Kurz-Vita

    Tanja Wehr aus Göttingen ist seit fast 20 Jahren als Visualisiererin für Unternehmen und Organisationen tätig, nutzt Sketchnotes besonders gerne für Wissensvermittlung, ist Bestseller-Buchautorin und -illustratorin, Kunsthistorikerin, Trainerin, Barcamporganisatorin, Speakerin und vieles mehr.  

    Sie findet eigentlich alles interessant und sammelt daher Wissen über sehr, sehr viele Sachen, zum Entspannen baut sie zwischendurch Lego, ist unfähig gerade Linien zu ziehen, ist chaotisch im Kopf wie auf dem Schreibtisch und vielleicht gerade deswegen so begeistert von Journaling, sei es schreibend oder zeichnend.  

    Ihr könnt Tanja Wehr auch auf Instagram und linkedIn folgen:

    und sie freut sich über Mail:

    📧tanja@sketchnotelovers.de 

    Und dann gibt es noch ihre Websites:

    www.sketchnotelovers.de – Tanjas Seite mit allen Infos zu ihrer Arbeit: Workshops, Bücher usw.

    www.sketchnote-barcamp.de -Alles rund um das Sketchnote-Barcamp.

    www.die-kreative-wg.de – Noch in Arbeit. Kommt aber bald!

    www.besondere-buecher.de – Die Seite zur „Bibliothek der besonderen Bücher“, die sie im Podcast erwähnt. Noch in Arbeit. Kommt aber bald!

    Tanjas Bücher

    Einfach anklicken für mehr Infos.

    „Sketchnotes Starthilfe und hier die Verlagsseite dazu.

    mit Sandra Dirks Das große Flipchart-Vorlagenbuch“ und hier die Verlagsseite dazu.

    „Meine 40 besten Alphabete für Sketchnotes, Flipcharts & mehr“ und hier die Verlagsseite dazu.

    Im Podcast erwähnt

    Bikablo – Bildkatalog

    Robert ‚Bob‘ McKim – „Erfinder“ von Visual thinking und Design Thinking

    David Kelley, Stanford – creative essentials

    Mike Rodes – „Das Sketchnote-Handbuch“

    Lieblingsbücher

    „S. – Das Schiff des Theseus“ – experimenteller Roman von Doug Dorst nach einer Konzeption von J. J. Abrams.

    Edgar Allan Poe – „Unheimliche Geschichten, selektiert von Dostojewski“ illustriert von Kat Menschik

    Maja Göpel – „Werte – ein Kompass für die Zukunft“

    Wolf Lotter – „Digital erwachsen“„Echt“

    Rutger Brekmann – „Im Grunde gut“

    Lieblingsschreibübung

    Petit Four auf dem Papier – kleine und kleinste Zeichnungen, jeden Tag eine anfertigen.

    Wortlisten anlegen und jeden Tag nur ein Wort aus dieser Liste schreiben. Oder auch nur einen schönen Buchstaben.

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  • Wir sind mit einem freien Willen ausgestattet

    Wir sind mit einem freien Willen ausgestattet

    In dieser Folge unterhalten wir uns mit der Familientherapeutin und Gründerin des ersten Mentalen Fitnessstudios Manuela Motzel darüber, wie Schreiben Räume eröffnet, die wir noch gar nicht kannten, und wie es als geistige Kläranlage funktionieren kann.

    Manuela teilt eine Erkenntnis rund um ihr Dankbarkeitstagebuch, das sie seit über 20 Jahren führt – und warum Dankbarkeit für viele Menschen mit alten, belastenden Gefühlen verknüpft sein kann. Außerdem sprechen wir darüber, wie das bewusste Leben im Jahreskreis helfen kann, aus dem Gefühl des ewigen Gehetztseins herauszukommen.

    Der rote Faden des Gesprächs ist die bewusste Nutzung unseres freien Willens. Ob es darum geht, wie wir unser Jahr gestalten, wie wir mit Konsum umgehen oder wie wir uns ernähren – es geht darum, durch unsere Entscheidungen das eigene Leben bewusst so zu gestalten, dass es sich stimmig und richtig für uns anfühlt.

    🎧 Jetzt reinhören!

    Das Transkript der Sendung könnt ihr hier herunterladen.

    Kurz-Vita

    Manuela schreibt über sich selbst:
    Ich bin systemische Familientherapeutin, Hypnotherapeutin und Gründerin des ersten Mentalen Fitnessstudios. Seit über 17 Jahren begleite ich Menschen darin, innere Blockaden zu lösen, ihr inneres Kind zu heilen, ihr inneres Team zu stärken
    und ihren Platz einzunehmen. Ich selbst lebe die Haltung „be positiv“. Positiv sein ist keine spontaner Gedanke und kein Optimismus auf Knopfdruck, sonder eine Entscheidung, die geübt werden kann. Dafür habe ich die mentalen Muskeln entwickelt. Jeder einzelne unterstützt mich dabei, meine innere Haltung auszurichten: Klarheit statt Grübeln, Dankbarkeit statt Mangel,
    Eigenverantwortung statt Ohnmacht, Fantasie statt Angst, Liebe statt Härte.

    Diese Muskeln helfen, klare Intentionen zu setzen und Werte spürbar zumachen. Nicht nur im Denken, sondern im Fühlen, Handeln und entscheiden. Daraus ist vor zwei Jahren mein Mentales Fitnessstudio entstanden. Ich wollte einen Raum öffnen, um gemeinsam kontinuierlich dranzubleiben.

    Und ich bin seit 2000 glücklich verheiratet und Mutter eines wunderbaren Sohnes. Italien ist mein Herzensort. Dort finde ich Ruhe, Inspiration und gebe Seminare in den Marken.

    Wasser ist mein Element. Es schenkt mir bis heute die Freiheit, die ich liebe. Ich bin Gastgeberin aus Leidenschaft: Menschen zusammenbringen, Räume schaffen, in denen sie sich willkommen fühlen, ist mein Leben.

    Ihr könnt Manuela auch auf Instagram und LinkedIn folgen:

    Im Podcast erwähnt

    Erich Fried Gedicht – „Es ist was es ist“

    „Schnipperlebücher“ oder „Schnipselbücher“ sind Ausschneidebücher, die es in einer enoirmen Vielfalt gibt. Zum Ausschneiden und Geschichten illustrieren oder als Collagengrundmaterial. Einfach „Schnipselbücher“ und ein Wunschthema in die Suchmaschine eingeben und sich in der Vielfalt versenken! 🤩

    Manuelas eigene Impulskarten „56 Schlüsselmomente“ gibt es hier.

    Lieblingsbücher

    Robin Wall Kimmerer – „Die Großzügigkeit der Felsenbirne“ und „Geflochtenes Süßgras“

    Lieblings-Schreibübung

    Manuela schreibt: „Das Dankbarkeitstagebuch ist seit mehr als 20 Jahren für mich die effektivste, wirksamste und nachhaltigste Übung. Deshalb würde ich mich immer dafür entscheiden. Schreiben ist ansonsten in so vielen unterschiedlichen Facetten genial. Mit dazu gehört der Fokus des Tages mit einer Impulskarte und die geistige Kläranlage.“

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  • Wellbeing is a skill that can be learned

    Wellbeing is a skill that can be learned

    Did you know that you have four brains? Maybe more?

    Both Michaela and I are huge fans of Debora Ross’s work, especially her book „Your Brain on Ink,“ which she co-authored with Kathleen Adams. In our conversation, we discuss current neuroscience research and how writing can support the changes we want in our lives.

    We also talk about the latest research on „wellbeing“ and why it is not something we either have or do not have, but rather a skill that can be nurtured and cultivated through writing. And Deborah Ross gives some advice how writing can help to digest living in these troubling times we are in right now.

    And -surprisingly- we talked about composting and knitting! These were also really interesting topics, especially in connection with writing. Who would have guessed?!

    🎧 Listen now!

    You can download the English transcript here.

    Vita

    Deborah Ross, Certified Journal Therapist, retired from private practice psychotherapy to focus on teaching journaling in healthcare, meditation and community settings.   A core faculty member and supervisor at the Therapeutic Writing Institute,  she is interested in how the brain’s experience of wellbeing can be used to guide writing and other practices in service of flourishing and our collective well-being.   

    Co-author with Kathleen Adams of, “Your Brain On Ink,”contributor to, “Journal Therapy for Overcoming Burnout,” and other professional publications Deborah is a featured presenter at the annual Expressive Arts Summit in NYC.   She lives in Virginia outside of Washington, D.C.  

    You find more information about her work and „Your Brain on Ink“ here.

    Favorite writing prompt 🖋️

    How is the weather inside me right now?

    Write for a couple of minutes and then do a reflection write.

    Deutsch:

    Wusstest du, dass du vier Gehirne hast? Vielleicht sogar mehr?

    Michaela und ich sind beide große Fans von Debora Ross’ Arbeit, besonders von ihrem Buch Your Brain on Ink, das sie zusammen mit Kathleen Adams geschrieben hat. In unserem Gespräch sprechen wir über aktuelle neurowissenschaftliche Forschung und darüber, wie Schreiben die Veränderungen unterstützen kann, die wir uns in unserem Leben wünschen.

    Wir sprechen auch über die neueste Forschung zu „Wellbeing“ und darüber, warum das nichts ist, das wir entweder haben oder nicht haben, sondern eine Fähigkeit, die sich durch Schreiben trainieren und entwickeln lässt. Deborah Ross gibt außerdem ein paar Anregungen dazu, wie Schreiben helfen kann, das Leben in diesen beunruhigenden Zeiten besser zu verarbeiten.

    Und – überraschenderweise – haben wir auch über Kompostieren und Stricken gesprochen! Das waren auch sehr interessante Teile unseres Gesprächs. 😉

    🎧 Jetzt reinhören!

    Du kannst das deutsche (automatisch übersetzte) Transkript hier herunterladen.

    Vita

    Deborah Ross ist zertifizierte Journaltherapeutin und hat ihre psychotherapeutische Privatpraxis aufgegeben, um sich ganz auf die Vermittlung des Journalschreibens im Gesundheitswesen sowie in Meditations- und Gemeinschaftskontexten zu konzentrieren.

    Als Stammdozentin und Supervisorin am Therapeutic Writing Institute beschäftigt sie sich mit der Frage, wie das im Gehirn verankerte Erleben von Wohlbefinden das Schreiben und andere Praktiken unterstützen kann — im Dienst persönlicher Entfaltung und unseres kollektiven Wohlergehens.

    Gemeinsam mit Kathleen Adams ist sie Co-Autorin von Your Brain on Ink. Darüber hinaus war sie an Journal Therapy for Overcoming Burnout und weiteren Fachpublikationen beteiligt. Deborah ist außerdem regelmäßig als Referentin beim jährlichen Expressive Arts Summit in New York City vertreten.

    Sie lebt in Virginia, unweit von Washington, D.C.

    Weitere Informationen über ihre Arbeit und über Your Brain on Ink findest du hier. (Nur Englisch.)

    Lieblings-Selbstcoaching-Schreibübung

    Wie ist das Wetter gerade in mir?

    Schreibe für ein paar Minuten und schließe eine „Nachlese“/ „reflection write“ an.

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  • Mein Gehirn sitzt in meinen Fingerspitzen

    Mein Gehirn sitzt in meinen Fingerspitzen

    Barbara Pachl-Eberhardt ist mehrfache Bestseller-Autorin, Erwachsenenbildnerin, Schreib- und Kreativcoach. 2012 veröffentlichte sie ihr Buch „Vier minus Drei“, das zum Bestseller wurde. In diesem Buch verarbeitete sie den Unfalltod ihres Ehemannes und ihrer zwei Kinder. Der auf dem Buch basierende, gleichnamige Film kommt ab 6. März (Österreich) bzw. 16.April (Deutschland) in die Kinos.

    Wir sprechen über den Film, die Entstehung des Memoir, die Kraft des Scheibens und wie vielfältig „Schreiben“ sein kann. Und ganz nebenbei lässt uns Barbara eine Handvoll wunderbar inspirierender Schreibimpulse da. – Kleiner Tipp: Es lohnt sich diesmal besonders, das Transkript herunterzuladen.

    🎧 Jetzt reinhören!

    Das Transkript der Sendung könnt ihr hier herunterladen.

    Kurz-Vita

    Barbara Pachl-Eberhart war Clown und ist heute Autorin. Zu schreiben begonnen hat sie aus Sprachlosigkeit, als ihre Familie im Jahr 2008 bei einem Unfall starb. Ihr Memoir „vier minus drei“ wurde über Nacht zum Bestseller, nun kommt es als Film in die Kinos. Buch und Film erzählen gleichermaßen von einem lebensbejahenden, liebevollen und mutigen Umgang mit Trauer.

    Barbara Pachl-Eberhart wurde für viele zu einem Vorbild. Sie macht Mut, eigene Wege zu gehen. Das tut sie auch als Schreibpädagogin: unkonventionell, sehr persönlich, mit einem tiefen Gefühl für Seelenwege und innere Kind-Anteile.  

    Weitere Infos zu ihrer Arbeit findet ihr auf auf der Website „Mein Lieblingsleben“. Dort sind auch ihre Schreibworkshops zu finden insbesondere „Dein Leben als Buch“ und der Einsteiger-Kurs „Geschichten zum Wohlfühlen“.  

    Ihr könnt Barbara Pachl-Eberhardt auch auf Instagram und facebook folgen:

    Der Film „Vier minus Drei“ ist ebenfalls auf Instagram zu finden:

    Barbaras Podcast „LebensGeschichten“ findest du auf Spotify.

    Im Podcast erwähnt

    • Schreibworkshop bei Michaela Obertscheider. Infos auf ihrer Webseite.
    • Film „Gespräche mit Gott“ nach dem Buch von Neale Donald Walsch
    • Janet Conner – „Writing Down Your Soul: How to Activate and Listen to the Extraordinary Voice Within“ (Nur Englisch.)
    • Propriozeptives Schreiben nach Linda Trichter Metcalf – „Writing The Mind Alive – Die propriozeptive Methode zum Finden Ihrer authentischen Stimme“
    • Elizabeth Ayres – Homepage Center for Creative Writing

    Bücher von Barbara Pachl-Eberhardt

    Lieblingsbücher 

    Keith Johnstone – „Improvisation und Theater“ und „Theaterspiele“

    Hilde Domin – „Gesammelte Gedichte“

    Lieblings-Selbstcoaching-Schreibübung

    Barbara Pachl-Eberhardt hat uns diese Schreibübung im Podcast beschrieben und vorab diesen Text zur Verfügung gestellt:

    Meine Schreibübungen haben immer mehrere Schritte. Momentan meine Lieblings-Übung heißt: Museum Der Zeit. Sie geht so:  
    1. Mache Dir ein „Derzeit“-ABC, also schreib zu jedem Buchstaben des Alphabets ein Wort, dass derzeit zu Dir passt.  

    2. Male einen Kreis auf ein Blatt Papier im Querformat, dann zeichne eine senkrechte Linie und eine waagrechte (lass den Kreis frei). Es entsteht ein „Museum“ mit 4 Räumen und einem runden Raum in der Mitte.  

    3. Übertrage nun alle Worte aus deinem ABC auf das Museums-Blatt. Fasse sie in Räumen zusammen – lass dich überraschen, welche Worte sich da zueinandergesellen.  

    4. In Museen steht ja oft in jedem Raum ein Satz an der Wand, der die Kernbotschaft des Raums zusammenfasst. Schau dir deine 4 Räume an und schreib in jeden einen Satz, der zu dem Raum passt – am besten eine Ermutigung.  

    5. Such dir eines deiner Wörter aus, das du jetzt in den runden, zentralen Raum übersiedelst. Welches ist das „Kernstück“, welches hat besondere Aufmerksamkeit verdient – und taugt vielleicht sogar als Titel der Ausstellung? 

    6. Nimm dir jetzt noch 20 Minuten für ein freies Schreiben. Schreib über einen der 4 Räume oder über dein zentrales Wort. 

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  • Im Vollbesitz meiner Schwächen da sein

    Im Vollbesitz meiner Schwächen da sein

    Wir sind stolz, zum Filmstart des Dokumentarfilms über ihr Leben die Autorin Renate Welsh und den Dokumentarfilmer Martin Nguyen zu Gast in unserem Podcast zu haben.

    Mit über 90 Werken zählt die 87-jährige Renate Welsh zu den prägendsten Autorinnen der österreichischen Literatur. Der Dokumentarfilm „Renate“ von Martin Nguyen folgt ihrem bewegten Leben – von ihrer Kindheit voller Schuldgefühle bis zu ihrer literarischen Arbeit mit Christine Nöstlinger und Mira Lobe für sprachlose Außenseiter:innen. In ihren Schreibwerkstätten leitet sie schreibferne Menschen wie Obdachlose oder Bergbäuerinnen an, ihre eigene Stimme zu finden. Während der Dreharbeiten erleidet Renate Welsh einen plötzlichen Schlaganfall, der ihr Stimme und Mobilität raubt.

    In dieser Folge zum Start der dritten Staffel des Podcasts nehmen wir uns die Zeit, das Gespräch ganz langsam entwickeln zu lassen. Wir sprechen über den Film und dessen Entstehungsprozess, über das persönliche Schreiben der beiden und darüber, wie wichtig behutsames Zuhören für Filme wie für das Schreiben ist.

    🎧 Jetzt reinhören!

    Das Transkript der Sendung könnt ihr hier herunterladen.

    Aufführungen des Films „Renate“ in Österreich

    Der Film läuft seit 13.Februar 2026 in Österreich. Für Deutschland ist leider noch kein Verleih gefunden. 😟 Also fragt in eurem Programmkino nach, wenn ihr den Film sehen wollt! (Stand 3.3.2026)

    Aufführungen mit Renate Welsh und Martin Nguyen

    Weitere Aufführungen in Wien:

    • 3. März 2026, Dienstag
      • 16 Uhr – Village Cinemas Wien Mitte
      • 17 Uhr – Admiral Kino, Wien
    • 4. März 2026, Mittwoch – 14 Uhr – Village Cinemas Wien Mitte
    • 5. März 2026, Donnerstag – 16 Uhr – Village Cinemas Wien Mitte
    • 6. März 2026, Freitag – 16:15 Uhr – Admiral Kino, Wien
    • 7. März 2026, Samstag – 15 Uhr – Filmcasino, Wien

    Kurz-Vita

    Renate Welsh

    Foto © Teresa Maier-Zötl

    Renate Welsh ist Schriftstellerin, Übersetzerin und Schreibcoach für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

    Sie wurde 1937 in Wien als Tochter des Arztes Norbert Redtenbacher und seiner Frau Elisabeth geboren. Die Mutter starb, als Welsh vier Jahre alt war an einem Hirntumor. Welsh wurde großteils von den Großeltern im Ausseerland erzogen, wo sie auch die Schule besuchte. 1953 ging sie für ein Jahr als Austauschschülerin nach Portland in Oregon/USA, wo sie einen High-School-Abschluss ablegte. 

    Ein Krankenhausaufenthalt 1968 nach einem Sturz von einem Baum, wurde zum Auslöser für das eigene Schreiben. Gleich ihr erstes Werk Der Enkel des Löwenjägers wurde in die Ehrenliste zum Österreichischen Staatspreis 1970 aufgenommen. Ab 1968 erscheinen auch literarische Übersetzungen aus dem Englischen z.B. von Richard Gordon, James A. Michener, Mildred Lee und Judith Kerr. Seit 1975 arbeitet Welsh als freie Schriftstellerin vor allem für Kinder- und Jugendliche, bekannt ist sie aber auch für ihre Romane und Erzählungen für Erwachsene. 

    1969 begann sie Kinder- und Jugendbücher zu schreiben. Ab 1975 war sie freie Schriftstellerin und schrieb seit 1988 auch für Erwachsene. In der sogenannten „VinziRast“ in Wien betreibt sie Schreibwerkstätten.

    Martin Nguyen

    23.05.1980 in Pulau Bidong, Malaysia in einem Flüchtlingslager auf die Welt gekommen. Als Kind vietnamesischer Boat People in Furth an der Triesting in Niederösterreich aufgewachsen, 1998 Matura im Bundesgymnasium Berndorf (NÖ). 

    Studium der Publizistik und einer Fächerkombination aus Psychologie, Pädagogik und Spanisch in Wien. Lernt Gebärdensprache (ÖGS) und ihre Kultur kennen. 

    Filmkritiken für Falter und Original Magazin. Vater von zwei Töchtern. Regisseur von prämierten Kurzfilmen. Es folgen die Langfilme Ich muss dir was sagen(2006) und Tomorrow you will leave(2012). 2023 bis 2024 Mitglied des Aargauer Kuratoriums für Film (CH) 

    Weitere Infos zu seiner Arbeit findet ihr auf seiner Website hier.

    Ihr könnt Martin Nguyen auch auf Instagram folgen:

    Der Film „Renate“ hat ebenfalls einen Instagramaccount

    Lieblingsbuch 

    Im Moment „Wackelkontakt“ von Wolf Haas. Die Idee ist so simpel, aber dennoch brillant und spannend geschrieben und die spielerische Note, mit der er mit der Sprache spielt – das war eine Freude beim Lesen!

    Lieblings-Selbstcoaching-Schreibübung

    Einfach losschreiben; die Gedanken, die einen in den Kopf schießen aufschreiben, nicht auf Rechtschreibfehler oder vollständige Sätze oder Ordnung achten (das kann man nachher alles machen), wenn mir ein bestimmtes Wort in einem Satz nicht einfällt, füge ich „…“ ein und ergänze es später. Allgemein gesprochen: Gedanken sind wichtiger als Informationen.  

    Wenn der Schreibunmut sehr stark ist, notiere ich die Hard Facts: Namen, Daten, Autorenzeile. 

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