Improvisieren statt Feststecken

Oder: Wie man den eigenen Perfektionismus austricksen kann

Zu Gast: Kathrin Kienel-Mayer

Es war bunt dieses Gespräch! Ganz wie es beim Reden mit einer Universalkünstlerin sein soll.

Kathrin Kienel-Mayer ist äußerst vielfältig unterwegs: Sie arbeitet als selbständige Unternehmensberaterin, Trainerin in der Erwachsenenbildung und als Künstlerin.

Für Kathrin ist die Vielfalt der künstlerischen Methoden, mit denen sie sich ausdrückt wie eine Schatzkiste, aus der sie sich bedienen kann. Sie hat mit uns einige ihrer Schätze geteilt.

Und wer nach dem Anhören dieser Episode immer noch Angst vor der leeren Seite, der leeren Leinwand oder allgemein dem „Anfangen“ hat, sollte nochmal von vorne zuhören und dann all die Tipps und Tricks mitschreiben, die Kathrin aus ihrer künstlerischen Praxis mit uns geteilt hat. 😉

„Geschichtenerzählen ist ja die Urform des Miteinanders.“

Kathrin Kienel-Mayer

Wir haben über ihr künstlerisches „100 Day Project“ gesprochen und was Perfektionismus damit zu tun hat. Kathrin erzählt von ihrem RefleAction-Ansatz im Improtheater und was der große Unterschied zu „klassischem“ Improtheater“ nach Keith Johnston ist. Und damit sind wir in eines von Claudias Lieblingsthemen eingestiegen: Improtheater und wie Impro-Haltungen im „echten“ Leben weiterhelfen können.

„Und ich glaube, gerade dieses links und rechts schauen und da ein bisschen was tun und da ein bisschen was ausprobieren, ist das, was uns ja nährt auf diesem Weg.“

Kathrin Kienel-Mayer

Wer mit uns nach rechts und links schauen mag:

🎧 Jetzt reinhören!

Das Transkript der Sendung könnt ihr hier herunterladen.

Vita

Kathrin Kienel-Mayer hat Studienabschlüsse der Uni Innsbruck in Französisch/Englisch Lehramt (1994) und Betriebswirtschaft (1995) sowie ein Post-Graduate-Studium Health Care Management der Corvinus-Universität Budapest (2005). Die in Wien lebende Tirolerin arbeitet als selbständige Unternehmensberaterin, Trainerin der Erwachsenenbildung und Künstlerin.

Schon in ihrer frühen Jugend wurde sie zur passionierten Briefeschreiberin und korrespondierte mit Brief- und echten FreundInnen in den ihr zur Verfügung stehenden Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch. Als Jugendliche war es dann vor allem die Lyrik, z.B. von Erich Fried, die sie ebenso liebte wie Kurzgeschichten und Erzählungen, etwa die von Heinrich Böll. Während ihres Doppelstudiums hat sie sich in der BWL und als Romanistin und Anglistin viel mit dem wissenschaftlichen Schreiben auseinandergesetzt. Beruflich landete Kathrin dann in der Wirtschaft und verfasste unzählige Projektberichte, bis dann vor über zwanzig Jahren ein französisches Schreibatelier der Auslöser dafür war, endlich auch das fiktionale Schreiben für sich zu entdecken.

Ihre künstlerische Seite lebt Kathrin ebenso in bildnerischen Kunstformen wie Collage, Mixed-Media-Malerei und Fotografie und als Improtheaterfrau mit Projekten, Aufführungen und Ausstellungen im In- und Ausland. Sie gibt ihr Wissen und ihre Erfahrungen gerne in Workshops weiter, denn lebendige Kommunikation mit Menschen steht für sie in all ihrem Tun im Mittelpunkt.

Kathrin ist Mitglied der Berufsvereinigung der bildenden Künstler Österreichs, der IG Bildende Kunst und der KünstlerInnengruppe TYPOS, seit 2026 ist sie auch mit transmedialen Arbeiten auf poesiegalerie.at vertreten.

Beiträge in Zeitschriften und Anthologien:

  • SchreibRÄUME Magazin 2/2025 „Mut!“, Verlag punktgenau, Wien 2025
  • Rainer Clauss (Hg.): Corona und die Generalpause – Prosa Bilder Gedichte, Edition Sonnberg, Wien 2020

Mehr Infos zu ihrer Arbeit auf www.Kienel-Mayer.at
Und sie freut sich über Mails unter kathrin@kienel-mayer.at

Ihr könnt Kathrin auch auf Instagram oder facebook folgen und euch auf LinkedIn mit ihr vernetzen.

Im Podcast erwähnt

Lieblingsbücher

Lieblingsschreibübung

Aus dem Podcast:

„Ich schnapp mir irgendwo einen Satz. Also das kann sein, ich schlag die Zeitung auf, mach die Augen zu und tippe auf einen Satz und der ist es. Oder irgendein Buch: Augen zu und und das ist der erste Satz von dem, was dann dazu entsteht.

Ob das [eine] Geschichte ist, ob das Gedanken zu einem Thema sind. Also das wäre jetzt so meine Impro -Lieblings-Schreibübung. Ich lass mich immer wahnsinnig gern vom Zufall inspirieren.“

-> Kathrin zählt in der Folge noch ein paar Möglichkeiten mehr auf.

  • The Big 4
    3 Dinge….
    • für die du dankbar bist.
    • auf die du stolz bist.
    • die du an dir magst.
    • auf die du dich freust.
  • „Ich bin ein Glückskind, weil….“ oder
    „Ich bin eine Heldin, weil…“
    7 oder 10 Minuten lang schreiben, dabei den Anfangssatz immer wieder wiederholen.
Menschen, die gemeinsam schreiben. (Bild KI generiert)

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