Raimund Frey ist -wie einige unserer Gäste bisher- ein Kreativer, der viele verschiedene Dinge tut. Also haben wir auch über viele verschiedene Dinge gesprochen.
Eingestiegen sind wird lustigerweise damit, wie man Klappmaulpuppen herstellt. Tweetfield war nämlich als Überraschungsgast dabei. Wir dachten, wir sehen nur einen niedlichen, frechen Plüschkater. Aber er war -zusammen mit Raimund- schon einmal als Darsteller bei einem Cthulhu Horror – Live Action Role Play dabei war und wurde blutig geopfert. Keine Details, sonst brauchen wir wieder eine Inhaltswarnung!
Raimund und Tweetfield
Wir haben übers Bücher schreiben gesprochen und darüber, wie er als Illustrator den „Look“ eines Buches entwickelt. Und dabei manchmal die ganze Welt einer Geschichte entwerfen kann.
Und du musst auch sehr viele Zwischenräume füllen, also so Sachen, an die die Autor:innen gar nicht denken. Wo du aber davor stehst, sobald du ’n Bild dazu machst, musst du dir denken, so wie ist das denn jetzt, wie sieht dieses Kind aus? Was trägt das? Ist das hip, ist das modern? Wie unterscheidet sich das von anderen? Was hat das für ’ne Zimmereinrichtung?
Raimund Frey
T.Rex konnte nicht klatschen
Und natürlich: Dinosaurier! Raimund ist DER Dino-Illustrator in Deutschland. Er hat uns mächtig mit wissenschaftlichem Fachwissen rund um T.Rex & Co beeindruckt. Wir wussten jedenfalls nicht, dass die Vorderläufe des T.Rex in den allermeisten Fällen falsch dargestellt werden. Und er konnte nicht klatschen! Dass Dinos auch noch Federn haben konnten, haben wir auch noch gelernt.
Ich versuche bei den Dinos so wissenschaftlich exakt zu arbeiten, wie es halt geht.
Und dafür geht Raimund sogar in die Anatomie der Dinos und baut Modelle.
Um zeichnen zu können, muss man sehen lernen
Wie sieht ein Schuh wirklich aus? Oder ein Fahrrad? – Solange man nicht weiß, wie etwas wirklich aussieht, kann man es auch nicht zeichnerisch umsetzen. Raimund jedenfalls stellt sich immer wieder die Frage: Was ist eigentlich die Realität des Gegenstandes? Und würde es funktionieren, so wie ich es zeichne?
Ich glaube, das ist wichtig als Zeichner, dass man sich das irgendwie immer mal wieder bewusst macht und nicht zu sehr in Mustern festhängt und immer das reproduziert, was man schon immer gemacht hat.
Wir sind da bei geradezu zeichenphilosophischen Fragen gelandet. Es hat Spaß gemacht mit Raimund!
Raimund Frey, 1982 in Isny/Allgäu geboren, hat schon als kleines Kind mit großer Begeisterung gezeichnet. Am liebsten Tiere, vor allem die mit Schuppen, Stacheln und Hörnern.
Nach der Schule studierte er Kommunikationsdesign an der FH für Gestaltung in Mainz und machte sich 2008 selbstständig. Heute arbeitet er als Illustrator, Kommunikationsdesigner, Autor und Graphic Recorder für Unternehmen, Agenturen und Verlage. Außerdem hält er Lesungen und Zeichenworkshops für Kinder und Jugendliche. Privat sammelt er leidenschaftlich Plastikdinosaurier.
Mehr Infos zu seiner Arbeit auf seiner Webseite: raimund-frey.de Ihr könnt Raimund auch auf Instagram @feed_the_rex folgen und euch auf LinkedIn mit ihm vernetzen.
Wenn wir weiter in die Zukunft träumen, sehen wir eine lebendige „Tinte & Courage“- Community von Schreibenden und anderen Kreativen vor uns. Menschen, die sich gegenseitig inspirieren und die Welt zu einem freundlicheren Ort machen. Wir sehen Workshops mit unseren Hörer:innen, regelmäßige Schreib- und Kreativitätsimpulse von uns für dich. Wir freuen uns auf persönliche Treffen in der „echten Welt“. – Und wer weiß, was uns noch alles einfällt!
Damit das Wirklichkeit werden kann, brauchen wir deine Unterstützung. Unser erstes Ziel ist es, bis Ende 2026 100 neue Mitglieder zu gewinnen.
Svenja Herzog ist Ärztin und Schaupielerin. Und dass wir das erste Mal bei einer Podcastfolge eine Inhaltswarnung geben, hat damit zu tun, dass Svenja während ihrer Schauspielausbildung als Ärztin im Gefängnis gearbeitet hat.
Diese extremen Situationen, in denen wir da ausgesetzt sind, in diesenBerufen, in denen man Menschen begegnet, können unglaublich bereichernd sein. Und wenn du nicht aufpasst und nicht genug ausbalanciert bist, können sie dich auch unglaublich schnell runterziehen und auch kaputt machen.
Svenja Herzog
Wir sprechen über Svenjas Erfahrungen und wie sie die gegensätzlichen Welten von Theater und Justizvollzug in einem Leben unterbringen kann. So sind wir -wieder einmal- bei Themen gelandet, die sonst gerne ausgeblendet werden: Zum Beipeil Belastungen im Berufsalltag und wie Unterstützung aussehen könnte. Denn noch viel zu häufig wird davon ausgegangen, dass jede:r alleine „irgendwie damit klarkommen“ soll. Oder wie man damit umgeht, in Situationen in denen man helfen möchte, auch immer den eigenen Schutz mitdenken zu müssen.
Und wir sprechen auch darüber, wie sich die beiden Berufe Ärztin und Schaupsielerin gegenseititg befruchten können.
Es war ein sehr reichhaltiges Gespräch, dass sich auch darum drehte, wie Ressourcen eingesetzt werden können, um diese großen Gegensätzlichkeiten zu halten und zu lernen, damit umzugehen statt sich wegzuducken.
Und der nächtliche Zustand, schlafberaubt, alleine an diesem bedrohlichen Ort, der tagsüber irre laut ist und nachts ganz leise, gleichzeitig bedrohlich leise, gleichzeitig ruhig und friedlich leise. Das war ein extrem fruchtbarer Zustand für Texte und ich finde diese nächtlichen Texte, diese Nachttexte, manchmal ganz enthemmt. Ich les die mir heute durch und denke so: ‚Gott im Himmel, die darf niemals, niemals jemand lesen.‘
Svenja Herzog
Und wir kommen dabei auch immer wieder auf die transformative und stärkende Kraft des Schreibens zurück.
Svenja Herzog ist Ärztin, Schauspielerin, Synchronsprecherin und Autorin. Sie wurde 1992 in Heidelberg geboren und lebte anschließend in verschiedenen Städten in Niedersachen, Baden-Württemberg und Hessen.
Als Kind begleitete sie ihre Mutter zu medizinischen Vorlesungen und ins Theater, wo diese als Bühnenbildnerin arbeitete– fortan schlugen zwei Herzen in ihrer Brust: Die Liebe für die Bühne und die Medizin.
Nach Beendigung des Medizinstudiums in Marburg beschloss sie, den Traum der professionellen Schauspielerin zu verwirklichen und zog nach Hamburg. Dort arbeitete sie neben der dreijährigen Ausbildung an der Schule für Schauspiel Hamburg als Bereitschaftsärztin im Untersuchungsgefängnis.
In dieser Zeit verfasste sie eine Vielzahl von Theatertexten und Kurzgeschichten, um die gegensätzlichen Eindrücke aus ihrem Leben zu verarbeiten. Aktuell befindet sie sich in der Weiterbildung zur Notärztin und spielt an den Wochenenden im Deutschen Schauspielhaus Hamburg in der Antikenserie „Fremde Sonne“ von Karin Beier mit.
Stell dir vor, dass du einen ganzen Tag für deine Selbstfürsorge geschenkt bekommst. Du darfst tun, was du willst! Du hast alle Möglichkeiten! Du darfst dir alles wünschen und alles tun! Hauptsache, es tut dir wirklich gut!
Beschreibe wie dieser Tag vom Aufstehen bis zum Zubettgehen für dich idealerweise aussieht. Beschreibe genau und ergänze, wie es dir dabei geht.
Impulsfragen zur Ernte:
Was fehlt in dem Tag?
Was überrascht dich?
Wie fühlst du dich jetzt? Wie beim Schreiben?
Was kannst du „wirklich“ mal tun?
Dein Podcast braucht dich
Wenn wir weiter in die Zukunft träumen, sehen wir eine lebendige „Tinte & Courage“- Community von Schreibenden und anderen Kreativen vor uns. Menschen, die sich gegenseitig inspirieren und die Welt zu einem freundlicheren Ort machen. Wir sehen Workshops mit unseren Hörer:innen, regelmäßige Schreib- und Kreativitätsimpulse von uns für dich. Wir freuen uns auf persönliche Treffen in der „echten Welt“. – Und wer weiß, was uns noch alles einfällt!
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Die eigenen Stärken gut bennen können, Scham aus dem Deutschunterricht auflösen, Angst vorm Schreiben im 1:1-Coaching, Vorarlberger Dialekte und die EU-Transparenzrichtlinie Equal Pay, das alles passt wunderbar in eine lockere Podcast-Folge bei „Tinte & Courage“!
Sabine Huber-Wynnyczenko bringt so viele verschiedene Perspektiven und Erfahrungen mit, dass es eine große Freude war, sich mit ihr zu unterhalten. Was wieder einmal zeigt: Es kommt nicht darauf an, ob ein Thema an sich „spannend“ ist, sondern darauf, wie man darüber spricht. Und es ist sogar möglich, über das Gender-Pay-Gap und was man dagegen tun kann, mit viel ansteckender Begeisterung zu sprechen.
So gibt es aber, glaube ich, bei jedem irgendwo einen Bereich, wo man bisschen Verantwortung übernehmen kann und etwas beeinflussen kann und dann soll man dort wirken und dann wird sich schon hoffentlich etwas verändern.
Sabine Huber-Wynnyczenko
Ein roter Faden ist der Einsatz von Schreiben im beruflichen Kontext. Es geht beim Journaling schliesslich nicht immer um Verarbeitung von Krisen, sondern auch -ganz berufsalltäglich- ums bessere Fokussieren, Ideen sammeln oder Blockaden auflösen.
Das ist ja das Tolle beim Schreiben, es ist allumfassend. Ja, also es ist wirklich so: Von der Wiege bis zur Bahre hilft Schreiben.
Sabine Huber-Wynnyczenko
Und so schaffen wir es natürlich auch wieder, die Verbindung zurück zum Schreiben zu finden. Von der Courage wieder zurück zur Tinte also.
Dazu als Sahnehäubchen noch einige Schreibimpulse und natürlich: Bücher!
Ich würde sagen: eine typische Folge unseres Podcasts! Mit einem spannenden Gast reden, vom Hölzchen aufs Stöckchen kommen und am Ende: Passt scho‘ ! 😉
Sabine war vor ihrer Selbstständigkeit über mehrere Jahre in unterschiedlichen Managementpositionen tätig. Seit 2023 berät sie Unternehmen in der Gestaltung von Personalprozessen und begleitet als Coach, Trainerin und Supervisorin Menschen in Veränderungs- und Entwicklungssituationen hin zu mehr Orientierung und Klarheit im beruflichen und privaten Alltag. Sabine ist außerdem Lehrgangsleitung und Referentin an den HR-Lehrgängen des WIFI Vorarlberg und Lehrbeauftragte für wissenschaftliches Schreiben und Arbeiten für Studierende der FernUni Hagen.
Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist faire und nachvollziehbare Entgeltgestaltung. Sabine unterstützt Organisationen bei Themen wie Entgelttransparenz, Vergütung und Arbeitsbewertung. Zugleich begleitet sie Menschen dabei, ihre Kompetenzen und Leistungen klar zu benennen und in Gehalts- und Karrieregesprächen überzeugend zu vertreten. Dazu gehört, den eigenen Beitrag konkret zu belegen, passende Argumente vorzubereiten und die eigenen Fähigkeiten nicht kleiner zu machen, als sie sind.
Das große Repertoire des Creative Writings nutzt Sabine als praktische Methode, um Denk- und Gesprächsräume zu öffnen, komplexe Themen auf den Punkt zu bringen und Gedanken sichtbar zu machen. Sabine ist eine strukturierte Praktikerin. Ihr Anspruch ist es, nicht in der Theorie zu verbleiben, sondern vom Denken ins Tun zu kommen.
Wenn wir weiter in die Zukunft träumen, sehen wir eine lebendige „Tinte & Courage“- Community von Schreibenden und anderen Kreativen vor uns. Menschen, die sich gegenseitig inspirieren und die Welt zu einem freundlicheren Ort machen. Wir sehen Workshops mit unseren Hörer:innen, regelmäßige Schreib- und Kreativitätsimpulse von uns für dich. Wir freuen uns auf persönliche Treffen in der „echten Welt“. – Und wer weiß, was uns noch alles einfällt!
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Yes! This may be a cheesy title, but the conversation was real and extremely encouraging. Lynda is an amazing advocat for journaling and also for how to have a positive impact within our societies.
Helping professions & Journaling
We started off with talking about how journaling can support people in helping professions to recharge and prevent them from burning out. Lynda pointed out that Journaling is not enough and that we also have to adress the systemic issues.
We know there’s many things we have to do individually, but there’s also many things that need to happen in our teams, workplaces, society as a whole to actually give value to the work of caregiving.
Lynda Monk in this episode
How to not fall apart right now?
We have to stay tethered to a feeling of hope and optimism even if things seem to fall apart all around us. In our collective we have a lot of indicators that show a worsening of conditions: Mental health, loneliness, overall population health among other things. Lynda said that we need an „Ecosystem of Goodness“ now more than ever. And then we talked about how we can build that. And it is not about pretending the bad stuff is not there. It’s about answering those questions: How do I stay grounded? How do I stay tethered? How do I stay well?
Lynda said so many wise and encouraging things that this summary could consist only of her quotes. Honestly: When editing the transcript I -Claudia- highlighted so many lines that it became a yellow-white striped document. Things like this for example:
People don’t need encouragement to work longer hours. They need encouragement to go home on time, to take a lunch break, to take their coffee break. We need a manager who says, wow, I really love how you role model taking your lunch every day and honoring work life balance by going home on time.
Lynda Monk in this episode
And here is her definition of the Ecosystem of Goodness:
We actually reward the behaviors, we actually need less of. And so an ecosystem of goodness is actually shining a light on the light, shining a light on what feels good, shining a light on joy, shining a light on health, shining a light on love, shining a light on community.
I think we’re in a time in history where those of us who can actually hold on to some light and lightness and goodness, we have big work to do because we have a tidal wave trying to pull humanity in other directions of conflict and hatred and racism and all of these oppressive models and structures. And so those of us who can actually, truly keep some light in our beings, in our hearts, in our hopefulness, we have big work to do. And that to me is that ecosystem of goodness.
Lynda Monk in this episode
The Adoptees Guide
We also talked about her most recent book „The Adoptee’s Guide to Healing, Hleness and Growth“. As an adoptee herself Lynda took a deep dive into her own story and journaling practice to write this book.
All of our families shape us. And we all have parts of ourselves that we want to come into wholeness with or healing with to be the best versions of ourselves with the experiences we’ve gone through. So I wrote it with adoptees in mind, but these are universal human experiences.
Lynda Monk, MSW, RSW, CPCC is an author, speaker, registered social worker, certified professional coach, and Director of the International Association for Journal Writing (IAJW.org). For more than 30 years, she has helped people harness the power of writing for self-discovery, healing, creativity, and personal growth. Lynda is a recognized leader in the field of journaling and co-editor of The Great Book of Journaling and Transformational Journaling for Coaches, Therapists, and Clients. She is also the author of The Adoptee’s Guide to Healing, Wholeness & Growth. Through her workshops, courses, and global journaling community, Lynda inspires people to connect more deeply with themselves, their stories, and their creative potential.
You can also follow Lynda on Instagram, connect on LinkedIn or watch her videos on you tube.
Wenn wir weiter in die Zukunft träumen, sehen wir eine lebendige „Tinte & Courage“- Community von Schreibenden und anderen Kreativen vor uns. Menschen, die sich gegenseitig inspirieren und die Welt zu einem freundlicheren Ort machen. Wir sehen Workshops mit unseren Hörer:innen, regelmäßige Schreib- und Kreativitätsimpulse von uns für dich. Wir freuen uns auf persönliche Treffen in der „echten Welt“. – Und wer weiß, was uns noch alles einfällt!
Damit das Wirklichkeit werden kann, brauchen wir deine Unterstützung. Unser erstes Ziel ist es, bis Ende 2026 100 neue Mitglieder zu gewinnen.
Ja! Das mag vielleicht ein etwas kitschiger Titel sein, aber unser Gespräch war echt und unglaublich ermutigend. Lynda setzt sich auf beeindruckende Weise für das Journaling ein – und ebenso dafür, wie wir einen positiven Einfluss auf unsere Gesellschaften nehmen können.
Berufe, in denen wir für andere da sind & Journaling
Zu Beginn sprachen wir darüber, wie Journaling Menschen in helfenden Berufen dabei unterstützen kann, neue Kraft zu schöpfen und einem Burnout vorzubeugen. Lynda machte dabei deutlich, dass Journaling allein nicht ausreicht und wir uns auch mit den strukturellen und systemischen Problemen auseinandersetzen müssen.
Wir wissen, dass es vieles gibt, was wir als Einzelne tun müssen. Aber es gibt auch vieles, das sich in unseren Teams, an unseren Arbeitsplätzen und in der Gesellschaft als Ganzes verändern muss, damit die Arbeit, in der wir für andere sorgen, tatsächlich den Wert bekommt, den sie verdient.
Lynda Monk in dieser Folge
Wie schaffen wir es, gerade jetzt nicht auseinanderzufallen?
Wir müssen an einem Gefühl von Hoffnung und Zuversicht festhalten, selbst wenn um uns herum alles auseinanderzufallen scheint. In unserer Gesellschaft gibt es zahlreiche Anzeichen dafür, dass sich die Bedingungen verschlechtern: die psychische Gesundheit, Einsamkeit, die Gesundheit der Bevölkerung insgesamt und vieles mehr.
Lynda sagte, dass wir heute mehr denn je ein „Ökosystem des Guten“ brauchen. Und dann haben wir darüber gesprochen, wie wir ein solches Ökosystem schaffen können.
Dabei geht es nicht darum, so zu tun, als gäbe es das Schlimme nicht. Es geht darum, uns diesen Fragen zu stellen:
Wie schaffe ich es, in mir selbst verankert zu bleiben? Wie bleibe ich verbunden? Wie sorge ich dafür, dass es mir gut geht?
Lynda hat so viele kluge und ermutigende Dinge gesagt, dass diese Zusammenfassung eigentlich nur aus ihren Zitaten bestehen könnte. Ganz ehrlich: Beim Bearbeiten des Transkripts habe ich -Claudia- so viele Stellen markiert, dass das Dokument am Ende aussah wie gelb-weiß gestreift.
Zum Beispiel diese hier:
Menschen brauchen keine Ermutigung dazu, noch länger zu arbeiten. Sie brauchen Ermutigung dazu, pünktlich nach Hause zu gehen, eine Mittagspause zu machen, ihre Kaffeepause zu nehmen. Wir brauchen Führungskräfte, die sagen: Wow, ich finde es großartig, wie selbstverständlich du jeden Tag deine Mittagspause machst und dadurch vorlebst, dass dir die Balance zwischen Arbeit und Privatleben wichtig ist – indem du pünktlich nach Hause gehst.
Lynda Monk in dieser Folge
Und hier ist Lyndas Definition eines „Ökosystems des Guten“:
Wir belohnen tatsächlich genau die Verhaltensweisen, von denen wir eigentlich weniger brauchen. Ein Ökosystem des Guten bedeutet deshalb, das Licht auf das Helle zu richten – auf das, was sich gut anfühlt, auf Freude, auf Gesundheit, auf Liebe, auf Gemeinschaft.
Ich glaube, wir leben in einer Zeit der Geschichte, in der diejenigen von uns, die tatsächlich an ein wenig Licht, Leichtigkeit und Güte festhalten können, eine große Aufgabe haben. Denn eine Flutwelle versucht gerade, die Menschheit in andere Richtungen zu ziehen – in Richtung Konflikt und Hass und Rassismus und all diese unterdrückenden Modelle und Strukturen.
Und diejenigen von uns, die es tatsächlich schaffen, dieses Licht in sich selbst, in ihren Herzen und in ihrer Hoffnung lebendig zu halten, haben eine große Aufgabe vor sich.
Und genau das ist für mich dieses Ökosystem des Guten.
Lynda Monk in dieser Folge
The Adoptee’s Guide
Wir haben auch über ihr neuestes Buch „The Adoptee’s Guide to Healing, Wholeness and Growth“ gesprochen. Als selbst adoptierte Person hat Lynda sich für dieses Buch intensiv mit ihrer eigenen Geschichte und ihrer persönlichen Journaling-Praxis auseinandergesetzt.
Alle unsere Familien prägen uns. Und wir alle haben Seiten an uns, mit denen wir zu einem Gefühl von Ganzheit oder Heilung finden möchten – um, angesichts all dessen, was wir erlebt haben, die bestmögliche Version unserer selbst zu werden.
Ich habe dieses Buch mit Adoptivkindern und erwachsenen Adoptierten im Blick geschrieben. Aber das, worum es darin geht, sind universelle menschliche Erfahrungen.
(Die Übersetzung wurde mit KI erstellt. KI kann Fehler machen.)
Kurz-Vita
Lynda Monk, MSW, RSW, CPCC ist Autorin, Referentin, staatlich anerkannte Sozialarbeiterin, zertifizierter Professional Coach und Direktorin der International Association for Journal Writing (IAJW.org).
Seit mehr als 30 Jahren unterstützt sie Menschen dabei, die Kraft des Schreibens für Selbsterkenntnis, Heilung, Kreativität und persönliches Wachstum zu nutzen.
Lynda gilt als eine anerkannte Expertin auf dem Gebiet des Journalings und ist Mitherausgeberin von The Great Book of Journaling und Transformational Journaling for Coaches, Therapists, and Clients. Außerdem ist sie Autorin von The Adoptee’s Guide to Healing, Wholeness & Growth.
In ihren Workshops und Kursen sowie durch ihre internationale Journaling-Community inspiriert Lynda Menschen dazu, sich selbst, ihrer eigenen Geschichte und ihrem kreativen Potenzial auf tiefere Weise zu verbinden.
Eine Frage, mit der ich mich in letzter Zeit immer wieder beschäftige, lautet:
Was ist gerade dabei, in meinem Leben zu entstehen?
Dein Podcast braucht dich
Wenn wir weiter in die Zukunft träumen, sehen wir eine lebendige „Tinte & Courage“- Community von Schreibenden und anderen Kreativen vor uns. Menschen, die sich gegenseitig inspirieren und die Welt zu einem freundlicheren Ort machen. Wir sehen Workshops mit unseren Hörer:innen, regelmäßige Schreib- und Kreativitätsimpulse von uns für dich. Wir freuen uns auf persönliche Treffen in der „echten Welt“. – Und wer weiß, was uns noch alles einfällt!
Damit das Wirklichkeit werden kann, brauchen wir deine Unterstützung. Unser erstes Ziel ist es, bis Ende 2026 100 neue Mitglieder zu gewinnen.
Oder: Wie man den eigenen Perfektionismus austricksen kann
Zu Gast: Kathrin Kienel-Mayer
Es war bunt dieses Gespräch! Ganz wie es beim Reden mit einer Universalkünstlerin sein soll.
Kathrin Kienel-Mayer ist äußerst vielfältig unterwegs: Sie arbeitet als selbständige Unternehmensberaterin, Trainerin in der Erwachsenenbildung und als Künstlerin.
Für Kathrin ist die Vielfalt der künstlerischen Methoden, mit denen sie sich ausdrückt wie eine Schatzkiste, aus der sie sich bedienen kann. Sie hat mit uns einige ihrer Schätze geteilt.
Und wer nach dem Anhören dieser Episode immer noch Angst vor der leeren Seite, der leeren Leinwand oder allgemein dem „Anfangen“ hat, sollte nochmal von vorne zuhören und dann all die Tipps und Tricks mitschreiben, die Kathrin aus ihrer künstlerischen Praxis mit uns geteilt hat. 😉
„Geschichtenerzählen ist ja die Urform des Miteinanders.“
Kathrin Kienel-Mayer
Wir haben über ihr künstlerisches „100 Day Project“ gesprochen und was Perfektionismus damit zu tun hat. Kathrin erzählt von ihrem RefleAction-Ansatz im Improtheater und was der große Unterschied zu „klassischem“ Improtheater“ nach Keith Johnston ist. Und damit sind wir in eines von Claudias Lieblingsthemen eingestiegen: Improtheater und wie Impro-Haltungen im „echten“ Leben weiterhelfen können.
„Und ich glaube, gerade dieses links und rechts schauen und da ein bisschen was tun und da ein bisschen was ausprobieren, ist das, was uns ja nährt auf diesem Weg.“
Kathrin Kienel-Mayer hat Studienabschlüsse der Uni Innsbruck in Französisch/Englisch Lehramt (1994) und Betriebswirtschaft (1995) sowie ein Post-Graduate-Studium Health Care Management der Corvinus-Universität Budapest (2005). Die in Wien lebende Tirolerin arbeitet als selbständige Unternehmensberaterin, Trainerin der Erwachsenenbildung und Künstlerin.
Schon in ihrer frühen Jugend wurde sie zur passionierten Briefeschreiberin und korrespondierte mit Brief- und echten FreundInnen in den ihr zur Verfügung stehenden Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch. Als Jugendliche war es dann vor allem die Lyrik, z.B. von Erich Fried, die sie ebenso liebte wie Kurzgeschichten und Erzählungen, etwa die von Heinrich Böll. Während ihres Doppelstudiums hat sie sich in der BWL und als Romanistin und Anglistin viel mit dem wissenschaftlichen Schreiben auseinandergesetzt. Beruflich landete Kathrin dann in der Wirtschaft und verfasste unzählige Projektberichte, bis dann vor über zwanzig Jahren ein französisches Schreibatelier der Auslöser dafür war, endlich auch das fiktionale Schreiben für sich zu entdecken.
Ihre künstlerische Seite lebt Kathrin ebenso in bildnerischen Kunstformen wie Collage, Mixed-Media-Malerei und Fotografie und als Improtheaterfrau mit Projekten, Aufführungen und Ausstellungen im In- und Ausland. Sie gibt ihr Wissen und ihre Erfahrungen gerne in Workshops weiter, denn lebendige Kommunikation mit Menschen steht für sie in all ihrem Tun im Mittelpunkt.
Kathrin ist Mitglied der Berufsvereinigung der bildenden Künstler Österreichs, der IG Bildende Kunst und der KünstlerInnengruppe TYPOS, seit 2026 ist sie auch mit transmedialen Arbeiten auf poesiegalerie.at vertreten.
Beiträge in Zeitschriften und Anthologien:
SchreibRÄUME Magazin 2/2025 „Mut!“, Verlag punktgenau, Wien 2025
Rainer Clauss (Hg.): Corona und die Generalpause – Prosa Bilder Gedichte, Edition Sonnberg, Wien 2020
„Ich schnapp mir irgendwo einen Satz. Also das kann sein, ich schlag die Zeitung auf, mach die Augen zu und tippe auf einen Satz und der ist es. Oder irgendein Buch: Augen zu und und das ist der erste Satz von dem, was dann dazu entsteht.
Ob das [eine] Geschichte ist, ob das Gedanken zu einem Thema sind. Also das wäre jetzt so meine Impro -Lieblings-Schreibübung. Ich lass mich immer wahnsinnig gern vom Zufall inspirieren.“
-> Kathrin zählt in der Folge noch ein paar Möglichkeiten mehr auf.
The Big 4 3 Dinge….
für die du dankbar bist.
auf die du stolz bist.
die du an dir magst.
auf die du dich freust.
„Ich bin ein Glückskind, weil….“ oder „Ich bin eine Heldin, weil…“ 7 oder 10 Minuten lang schreiben, dabei den Anfangssatz immer wieder wiederholen.
Dein Podcast braucht dich
Wenn wir weiter in die Zukunft träumen, sehen wir eine lebendige „Tinte & Courage“- Community von Schreibenden und anderen Kreativen vor uns. Menschen, die sich gegenseitig inspirieren und die Welt zu einem freundlicheren Ort machen. Wir sehen Workshops mit unseren Hörer:innen, regelmäßige Schreib- und Kreativitätsimpulse von uns für dich. Wir freuen uns auf persönliche Treffen in der „echten Welt“. – Und wer weiß, was uns noch alles einfällt!
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Oliver is the author of „Shadow Journaling – A field Guide to Personla Alchemy“ and he has developed the Shadow Journaling Methodology. In this episode we explore how his method helps to accept ourselves with all the good and not so good parts that are there.
The conversation with Oliver could have easily gone much longer. There are so many aspects to discover and this Deep Dive into self-acceptance and the Shadow parts of ourself was a truely inspiring session for us, too!
An important part of Olivers work focuses on how to reach into the unconscious with our writing. So we jumped right in and discussed how to overcome the natural barrier that our psyche (or ego) puts up in order to protect us.
You can’t peel the inside of the onion first
Oliver Mann
Oliver pointed out, that we need to practise to be also uncomfortable when we write in order to recognize and accept the parts of ourselves that we do not like so much.
How we can free ourselves from attachment to identities
Quite a surprise was to hear about the difficulties our self-created identities and our attachment to them can create. Even if it is an identitiy of a „personal growth person“. It was challenging terrain we were entering with this part of our conversation. But it was really interesting, too.
We talked about awareness towards the different parts or identities we created and how curious observation can lead to self-acceptance.
Self-acceptance does not mean we have to like it.
Oliver Mann
In this episode you will also find out how a bottle of wine helped Oliver to understand something important about himself. (No, not in the way you might think now!)
And if you feel like you are stuck in Personal Growth, tend to overthink, journal a lot and still see no change really happen than this episode is for you!
🎧 Listen now!
You can download the transcript of the episode here.
After years searching for more and more self-awareness, he realised the secret wasn’t in learning more, but in accepting and allowing ourselves to be more complete.
He is the co-founder of the Barcelona Journaling Festival, and runs workshops and does 1:1 mentoring.urz-Vita
„Meeting the shadow“ – Connie Zweig Oliver says about the book: „And it’s just an exceptional, exceptional collection of works by amazing, amazing writers. And several of them I quoted in my book because it has been so fantastic. I’ve got it on Kindle and I got to the point where Kindle won’t let me highlight anything more because I’ve gone beyond what is actually allowed. So I was like, okay, this is a sign.“
„The six pillars of self-esteem“ – Nathaniel Brandon „I think if I was going to highlight a book that has had the most impact on me as like a single thing, I think that would be the book. And It also introduced me to a lot of the concepts around self-esteem and self-acceptance, which are very, very important to my work, but also to sentence stems, which is one of the most profound journaling techniques that are out there.“
Favorite writing prompt
From the podcast:
„So curiosity is like the key thing for me as a starting point. And then the next thing is about being honest. So it’s not so much about a single prompt because I think we’re all coming at things from different directions.
But the first thing is to not accept the first thing that comes to mind. So there’s somebody uses [this] phrase, which is amazing. They call it „Rehearsed Answers“.
And I’m moving beyond the rehearsed answers and going and finding out what’s actually going on behind the scenes. And so in that process, there’s a prompt that I use, which is: What am I not writing now? Which is extremely helpful.“
Shadow Journaling – Schreiben für persönliche Alchemie
Oliver ist der Autor von „Shadow Journaling – A Field Guide to Personal Alchemy“ und hat die Shadow-Journaling-Methode entwickelt. In dieser Folge erkunden wir, wie uns seine Methode dabei helfen kann, uns selbst mit allen guten und weniger guten Anteilen, die da sind, anzunehmen.
Das Gespräch mit Oliver hätte leicht noch viel länger dauern können. Es gibt so viele Aspekte zu entdecken, und dieser Deep Dive in die Themen Selbstakzeptanz und Schattenanteile in uns war auch für uns eine inspirierende Session!
Ein wichtiger Teil von Olivers Arbeit beschäftigt sich damit, wie wir mit unserem Schreiben ins Unbewusste vordringen können. Wir sind also gleich eingestiegen und haben darüber gesprochen, wie wir die natürliche Barriere überwinden, die unsere Psyche (oder unser Ego) zu unserem Schutz aufbaut.
Die Zwiebel lässt sich nicht von innen zuerst schälen. Oliver Mann
Oliver wies darauf hin, dass wir üben müssen, beim Schreiben auch Unbehagen auszuhalten, um die Teile von uns zu erkennen und anzunehmen, die wir nicht so gerne mögen.
Wie wir uns von der Bindung an Identitäten lösen können
Überraschend war zu hören, welche Schwierigkeiten unsere selbst geschaffenen Identitäten und unsere Bindung an sie mit sich bringen können. Das gilt sogar für die Identität eines „Personal-Growth-Menschen“. Mit diesem Teil unseres Gesprächs haben wir uns auf herausforderndes Terrain begeben, das aber auch sehr interessant war.
Wir haben darüber gesprochen, wie wir ein Bewusstsein für die verschiedenen Anteile oder Identitäten entwickeln, die wir geschaffen haben, und wie neugieriges Beobachten zu Selbstakzeptanz führen kann.
Selbstakzeptanz bedeutet nicht, dass wir es mögen müssen. Oliver Mann
In dieser Folge erfährst du außerdem, wie eine Flasche Wein Oliver geholfen hat, etwas Wichtiges über sich selbst zu verstehen. (Nein, nicht so, wie du jetzt vielleicht denkst!)
Und wenn du das Gefühl hast, in deinem persönlichen Wachstum oder deiner Persönlichkeitsentwicklung festzustecken, zum Grübeln neigst und trotzdem keine echte Veränderung erlebst, obwohl du viel journalst, dann ist diese Episode genau richtig für dich.
Das deutsche Transkript (automatisch durch KI erstellt) kannst du hier herunterladen.
Nach langen Jahren, in denen er nach mehr und mehr Self-awareness gesucht hat, hat er erkannt, das das Geheimnis nicht darin lag, immer mehr zu lernen, sondern in der Akzeptanz und sich selbst zu erlauben, mehr „komplett“ zu werden.
Er ist der Gründer des Barcelona Journaling Festival, veranstaltet Workshops und gibt 1:1-Mentoring.
Leider gibt es keine deutschen Übersetzung de eersten Buches.
Lieblingsschreibübung
Aus dem Podcast:
„Neugier ist für mich der Schlüssel als Ausgangspunkt. Und das Nächste ist Ehrlichkeit. Es geht also weniger um einen einzelnen Impuls, denn ich glaube, wir alle kommen aus unterschiedlichen Richtungen an die Dinge heran. Aber das Erste ist, nicht das Erste zu akzeptieren, das einem in den Sinn kommt. Es gibt jemanden, der einen großartigen Ausdruck dafür benutzt: „einstudierte Antworten“.
Und ich gehe über die einstudierten Antworten hinaus und finde heraus, was hinter den Kulissen tatsächlich los ist. In diesem Prozess verwende ich einen Impuls, und der lautet: Was schreibe ich gerade nicht? Der ist extrem hilfreich.“
Komm in die „Tinte & Courage“ – Schreibcommunity
Wenn du selber im Spirit von „Tinte & Courage“ schreiben möchtest, bist du in unserer Community genau richtig.
Als Mitglied bekommst du regelmässig Infos rund um den Podcast, liest spannende „Behind-the-scenes“- Geschichten zu jeder Folge und wir schicken dir einmal im Monat Schreib- und Kreativitätsimpulse von uns für dich.
Für Workshops, unseren monatlichen Buchclub und unsere Leuchtturmworkshops einmal im Quartal erhältst du verbilligte Tickets.
Mit deinem Beitrag unterstützt du uns vor allem dabei, den Podcast weiter betreiben zu können!
Wenn wir weiter in die Zukunft träumen, sehen wir eine große, lebendige „Tinte & Courage“- Community von Schreibenden und anderen Kreativen vor uns. Menschen, die sich gegenseitig inspirieren und die Welt zu einem freundlicheren Ort machen.
Unser erstes Ziel ist es, bis Ende 2026 100 neue Mitglieder zu gewinnen.
Kerstin Heine ist Autorin, Coach, Trainerin, Schreibtherapeutin und wir tauchen mit ihr in die Untiefen des Workshopleiterin-Daseins und gewähren einen Blick auf die Fundamente unserer Arbeit. Wir verraten in dieser „gemütlichen Runde nur unter uns“ ein paar sonst äußerst gut gehütete Geheimnisse unserer Zunft. 😉
Wir sprechen mit ihr auch darüber, was es bedeutet, als Partnerin eines Menschen, der einen schweren Schlaganfall zu verkraften hat, plötzlich für alles und noch mehr zuständig zu sein und wie ihr Schreiben dabei geholfen hat und weiterhin hilft mit einem neuen Alltag zurechtzukommen. Denn das Schwierigste liegt noch vor einem, wenn die Reha vorbei ist.
In dieser Folge erfährst du außerdem, dass Kerstin schon einmal schreibend mit ihrem Knie gesprochen hat. Wenn du jetzt wissen möchtest, was das Knie zu sagen hatte und welche Schreibmethode dahintersteckt: 🎧 Jetzt reinhören!
Kerstin Heine ist Autorin, Coach, Trainerin, Schreibtherapeutin und Gründerin des Schreibsalons »wort-spiele«. Die Themen, die sie in ihrem privaten wie beruflichen Leben antreiben, sind Selbstfürsorge, Potentialentfaltung, Ent-Wicklung, Beziehung, Bewusstsein, Kommunikation und ganzheitliche Gesundheit. Sie lässt sich leidenschaftlich gern von der Vielfalt des Lebens, der Natur und der Menschen inspirieren.
In ihrer Arbeit stiftet sie Menschen in Einzelcoachings und Workshops zum Schreiben und zur Auseinandersetzung mit sich selbst und dem Leben an. Die Sprache ist für sie – ob gesprochen oder geschrieben – wirksames Kern-Element ihrer Arbeit mit und für Menschen. So findet sie »Schreiben und schreiben lassen.« ein großartiges Motto.
Den „Dialog“ aus dem Journaling-Methoden-Repertoire von Kathleen Adams erlebe ich immer wieder als überraschungsreich und erhellend, wenn ich mit einem Thema, einem Problem nicht weiterkomme.
Es ist ein schriftlicher Dialog wahlweise mit einem eigenen Persönlichkeitsaspekt, einem „Problem“, einem Menschen, einer Krankheit oderjedem anderen Thema, das dich gerade beschäftigt.
Notiere dazu im Wechsel deine Fragen und die spontan dazu auftauchenden Antworten deines Gegenübers, so dass eine Art schriftliches Gespräch entsteht. Dabei nutzt du pro Frage und Antwort je eine neue Zeile, markierst die Fragen und Antworten durch Symbole oder Kürzel am Zeilenbeginn oder trägst sie in zwei Spalten nebeneinander ein. Unterstützend kannst du auch verschiedene Stifte oder Farben verwenden.
Am Schluss bedankst du dich für das Gespräch und hältst die Option einer Wiederholung offen.
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Unser erstes Ziel ist es, bis Ende 2026 100 neue Mitglieder zu gewinnen.
Christina Baldwin started journaling in 1960, at fourteen, after reading Anne Frank’s diary in school. Sixty-five years and some 160 volumes later, she still writes three or four mornings a week — tea first, then a blank page, then writing down whatever surfaces.
In this episode, the pioneer of personal writing and creator of The Circle Way talks with Claudia and Michaela about what all those years have taught her. Wanting things doesn’t expire with age, she insists — „as an older woman, it’s kind of bold to still want something from the world“ — and that one line opens into a conversation about the silence women are trained into around ambition and desire still today.
The Circle Way grew out of a simple observation: insight and honesty move differently when a group faces a center instead of a facilitator. Today this practice for example supports team building in hospitals and helps to problem-solve in groups.
Germany runs through her story in an unexpected way, too. At twenty-three, newly out of college, she spent a year and a half as an au pair near Heidelberg, writing her way through this experience. She still remembers some German and garnishes the conversation with them.
Her advice for a blank page: write down the first thing in front of you — a blue teacup, a half-remembered dream — and follow where it pulls you.
This is a conversation that also shows how Journaling can tether us to the ground in challenging times like these. It is a way to always coming back to ourselves as a teacher on the page. Checking in on our moral compass and authenticity and to the things we really want instead of loosing ourselves doomscrolling.
🎧 Listen now!
Apologies for the crackling aroung minute 10. We had some internet connection issues during the conversation.
Christina Baldwin is a pioneer of a decades-long teacher of journal writing and story. Her related titles are: One to One, Life’sCompanion, The Seven Whispers, and Storycatcher. For 25 years she taught circle practice across North America and Europe. Her related titles are: Calling the Circle and The Circle Way (co-authored with Ann Linnea). Her recently published historical novel, The Beekeeper’s Question, follows a Montana family in World War II and is an international book club favorite.
„When I don’t know what to write, when I’m not sure what I’m going to say, that’s often the first thing I write at the top of the page. I always say date the page and forget all the other rules.
But sometimes I just start with, I don’t know what to say. And if nothing comes, I say, I still don’t know what to say. And then if I recite that a few times, then pretty soon I start saying it.
I think the most reliable way for me to come in is not so much one sentence but is to gather myself. So I go to that place and I carry my journal everywhere. I just close my eyes and I just take a few breaths and then I open my eyes and I will go, oh, a blue tea cup.
And then as soon as I write a blue tea cup, the connection begins to flow to something else. Like: A blue tea cup. I got this cup from a friend. I got this cup from a friend who died. And then I go into writing about missing her .
It’s to capture something that’s in front of my eyes. I may look at a screen and go, we are all wearing glasses. And then all of a sudden I go into the power of sight and the difference between looking outward and looking inward.
But it’s amazing where your mind will take you in just five minutes or 10 minutes if you just close [your eyes], open, and grab anything that’s right there.“
Additional writing prompts from the conversation:
Complete this sentence:
„The sentence waiting for me to write is….“
„The thing I can never say is…“
„What I am forbidden to know …“
Ask yourself: Where is the point of empowerment?
Have a dialogue with your phone.
Deutsche Version unten ⬇️
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Christina Baldwin begann 1960 mit vierzehn Jahren zu journaln, nachdem sie in der Schule das Tagebuch der Anne Frank gelesen hatte. Fünfundsechzig Jahre und rund 160 Bände später schreibt sie immer noch drei- oder viermal in der Woche morgens — erst Tee, dann eine leere Seite, dann festhalten, was auch immer auftaucht.
In dieser Episode spricht die Pionierin des persönlichen Schreibens und Begründerin von The Circle Way mit Claudia und Michaela darüber, was ihr all diese Jahre beigebracht haben. Etwas zu wollen, verjährt nicht mit dem Alter, sagt sie ganz klar — „als ältere Frau ist es schon irgendwie mutig, immer noch etwas von der Welt zu wollen“ — und dieser eine Satz öffnet ein Gespräch über das Schweigen, zu dem Frauen bis heute rund um Ehrgeiz und Wollen erzogen werden.
The Circle Way entstand aus einer einfachen Beobachtung: Einsicht und Ehrlichkeit entfalten sich anders, wenn eine Gruppe sich einer Mitte zuwendet statt einer Lehrperson. Heute unterstützt diese Praxis den Teamzusammenhalt in Krankenhäusern ebenso wie die gemeinsame Problemlösung in Gruppen.
Auch Deutschland zieht sich auf unerwartete Weise durch ihre Geschichte. Mit dreiundzwanzig, frisch vom College, verbrachte sie anderthalb Jahre als Au-pair in der Nähe von Heidelberg und schrieb sich durch diese Erfahrung. Bis heute erinnert sie sich an einige deutsche Wörter und würzt das Gespräch damit.
Ihr Rat für die leere Seite: das Erste aufschreiben, das direkt vor einem liegt — eine blaue Teetasse, ein halb erinnerter Traum — und dem folgen, wohin es einen zieht.
Ein Gespräch, das auch zeigt, wie Journaling uns in herausfordernden Zeiten wie diesen am Boden halten kann. Es ist ein Weg, immer wieder zu uns selbst zurückzufinden, zur inneren Weisen auf der Seite. Ein Innehalten mit unserem moralischen Kompass, unserer Authentizität und den Dingen, die wir wirklich wollen — statt uns in endlosem Scrollen zu verlieren.
(Sprachlich leicht geglättet für bessere Lesbarkeit, Verwendung von KI für Übersetzung und Bearbeitung.)
Vita
Christina Baldwin ist eine Pionierin und seit Jahrzehnten Lehrerin für Tagebuchschreiben und Geschichten. Ihre dazugehörigen Titel sind: One to One, Life’s Companion, The Seven Whispers und Storycatcher. 25 Jahre lang unterrichtete sie die Circle Practice in ganz Nordamerika und Europa. Ihre dazugehörigen Titel dazu sind: Calling the Circle und The Circle Way (gemeinsam verfasst mit Ann Linnea). Ihr kürzlich erschienener historischer Roman The Beekeeper’s Question begleitet eine Familie in Montana während des Zweiten Weltkriegs und ist international ein Liebling in Buchclubs.
Sandra Marinella – The story you need to tell (Leider nicht auf Deutsch erhältlich.)
Schreibimpulse
(Sprachlich leicht geglättet für bessere Lesbarkeit, Verwendung von KI für Übersetzung und Bearbeitung.)
Im Podcast sagte Christina:
„Wenn ich nicht weiß, was ich schreiben soll — wenn ich mir nicht sicher bin, was überhaupt kommen will —, dann ist genau das oft das Erste, was ich oben auf die Seite schreibe. Ich sage immer: Datiere die Seite und vergiss alle anderen Regeln.
Manchmal beginne ich schlicht mit: Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Und wenn dann nichts kommt, schreibe ich: Ich weiß immer noch nicht, was ich sagen soll. Wiederhole ich das ein paar Mal, fange ich bald von selbst an zu sagen, was da ist.
Der zuverlässigste Weg hineinzufinden ist für mich aber weniger ein bestimmter Satz als das Sich-Sammeln. Ich trage mein Journal überallhin mit. Ich schließe einfach die Augen, nehme ein paar Atemzüge, öffne die Augen wieder — und denke: oh, eine blaue Teetasse.
Und sobald ich ‚blaue Teetasse‘ schreibe, beginnt die Verbindung zu fließen. Eine blaue Teetasse. Ich habe diese Tasse von einer Freundin bekommen. Ich habe diese Tasse von einer Freundin bekommen, die gestorben ist. Und schon schreibe ich darüber, dass ich sie vermisse.
Es geht darum, etwas einzufangen, das direkt vor meinen Augen liegt. Ich schaue vielleicht auf einen Bildschirm und denke: Wir tragen alle Brillen. Und plötzlich bin ich bei der Kraft des Sehens und beim Unterschied zwischen dem Blick nach außen und dem Blick nach innen.
Es ist erstaunlich, wohin der eigene Verstand einen in fünf oder zehn Minuten trägt, wenn man nur die Augen schließt, sie wieder öffnet und greift, was gerade da ist.“
Weitere Schreibimpulse aus dem Gespräch:
Vervollständige diesen Satz:
„Der Satz, der darauf wartet, dass ich ihn schreibe, ist …“
„Das eine, was ich nie sagen kann, ist …“
„Was mir zu wissen verboten ist …“
Frag dich: Wo ist mein Punkt der Selbstermächtigung?
In dieser Folge schauen wir hinter die Kulissen der Buchproduktion. Wir sprechen mit der Verlegerin und Wortarbeiterin Stefanie Jaksch darüber, wie sie Autor:innen durch hingebungsvolles Zuhören und mit viel Menschenliebe dabei unterstützt Texte zu schreiben, bei denen die Leser:innen merken: Da bin ja ICH gemeint. Du erfährst auch, welches das spezielle Qualitätsmerkmal für Texte ist, auf das Stefanie achtet.
Ihr ist ebenfalls wichtig, mit Schreibenden vor einer Publikation zu klären, was das WARUM des Schreibens ist und sie ist ehrlich damit, welche Erwartungen an eine Publikation in ihrem Verlag „Wasser“ geknüpft werden können. Sie gibt uns ihre Perspektive auf den -zur Zeit eher schwierigen- deutschsprachigen Buchmarkt, sie erzählt, wie sie in ihrem jungen Verlag mit den aktuellen Herausforderungen umgeht und wie sie die Balance findet zwischen der Lust, Texte zu veröffentlichen und den Anforderungen an das „Business“ Verlag.
Wenn du außerdem noch erfahren möchtest, was es mit dem „Strudel“ auf sich hat und wie der Schreibprozeß der Anlass- und „Anfallsschreiberin“ Stefanie Jaksch aussieht, dann höre jetzt in die erste Folge der vierten Staffel hinein.
Stefanie Jaksch ist Wortarbeiterin, freischaffende Moderatorin, Kuratorin und Autorin und bewegt sich gern staunend auch außerhalb ihrer Komfortzone. Passionierte Schwimmerin und zweifelnde Anfängerin in immerwährender Transformation. Liest schon immer und ist überzeugt, dass Literatur ein Grundnahrungsmittel ist.
Nach dem Studium der Amerikanischen Literaturwissenschaft und der Theaterwissenschaft einige Jahre als PR-Verantwortliche und Dramaturgin an verschiedenen Theatern tätig. Wirklich beruflich angekommen aber erst mit dem Umzug nach Wien 2011 und der Arbeit in der Buchhandlung Buchkontor und beim Verlag Perlen-Reihe. Von 2016 bis 2023 Programm- und Verlagsleiterin beim Wiener Verlag Kremayr & Scheriau. Seit 2023 im Programmteam der NGO Globart für das Festival „Tage der Transformation“, 2024 Gründung des Literatur- und Kulturbüro In Worten, seit Juni 2026 Programmleitung Molden Verlag.
2025 erfüllt Stefanie Jaksch sich einen Traum und gründet den Verlag WASSER Publishing, der sich ganz auf Essayistik spezialisiert und einen Raum für sanften Widerstand öffnet. Sie stellt fest: Das fühlt sich alles sehr logisch an.
Dass sie selbst mal schreiben würde, hält sie lange für Humbug. Ist es aber gar nicht: Zuletzt erschienen von ihr u. a. der Essay „Über das Helle“, die Anthologie „bluten“ sowie „Ein Buch für jeden Tag“; im Herbst 2026 erscheint „Verfassung! Na und?“ bei Molden; weitere Bücher sind in Planung.
Die Verlagsseite für Stefanies Verlag „Wasser“ findest du hier.
Stefanie schreibt: „Ihr werdet lachen, ich mach eigentlich keine vorgefertigten Schreibübungen nach Anleitung (sollte ich vlt mal machen). Ich bin „Anlass-Schreiberin“. Das hat viel mit einem Gefühl zu tun, das mich anspringt, dem ich dann auf den Grund gehen muss, dann schreibe ich. Selbst bei Auftragswerken hat das fast immer damit zu tun, dass ich was ganz deutlich fühlen muss, bevor ich es zu Papier bringen kann.“
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In dieser Sonderfolge sprechen wir darüber, was Schreiben für uns im Moment bedeutet, wenn KI Schreiben in eine billige Massenproduktion verwandelt.
Wir glauben: KI mag ihren Platz haben und kann gut gepromptet sogar sinnvolle und brauchbare Schreibimpulse liefern, aber das Denken auf Papier, das kann sie eben nicht abnehmen. Und soll es vor allem auch gar nicht.
Im Kern geht es uns beiden auch um viel mehr: Die ganz besondere Qualität von Schreiben in Gemeinschaft, die das Solo-Schreiben am Schreibtisch wunderbar erweitert.
Genau darum bauen wir gerade eine neue Community rund um Tinte & Courage auf. Wir erzählen, wie die Idee dazu aus euren Rückmeldungen, was es mit den neuen Steady-Mitgliedschaften auf sich hat und was euch beim ersten Community-Workshop am 24. September 2026 erwartet.
Und ihr könnt etwas gewinnen: Mit Erscheien der Folge startet unser Gewinnspiel zum Podcast! Einfach auf den Button unten klicken, dann kommt ihr genau dorthin:
Wir gönnen uns und euch ein bisschen Vorfreude auf die Gästeliste: Mit dabei sind unter anderem Journaling-Pionierin Christina Baldwin, Autorin Linda Monk, die Ärztin und Schauspielerin Svenja Herzog sowie die Verlags- und Lektoratsexpertin Stefanie Jaksch – vier von insgesamt rund zwölf Gästen, die in dieser Staffel sehr unterschiedliche Perspektiven aufs Schreiben mitbringen.
Diese Folge ist für alle, die sich fragen, welchen Platz das eigene Schreiben in einer Welt voller KI-Texte noch hat, die neugierig sind, was in Staffel 4 auf sie wartet, und die Lust haben, Teil einer wachsenden Schreib-Community zu werden.
Michaela: Eine Frage, also eine Schreibübung, zu der ich momentan sehr, sehr gerne schreibe, ist die Frage, was brauche ich jetzt gerade?
Claudia: Mit Horoskopen als Inspiration schreiben – Also Horoskope aus alten Magazinen nehmen und eine Geschichte dazu erfinden.
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