Zu Gast: Julia Kalenberg
Wie kann ich mich schreibend unterstützen? – Diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch diese Episode.
Julia Kalenberg erzählt uns von den verschiedenen Notizbüchern aus ihrer Tagebuchtasche und wie sie jedes einzelne ganz konkret nutzt. Schon dieser Gesprächsmoment ist so voller Schreibanregungen und wertvoller Sichtweisen, dass wir behaupten: Da ist wirklich für jeden etwas dabei.
Sie erklärt uns den besonderen Blickwinkel des lösungsfokussierten Coachings, bei dem das im Mittelpunkt steht, was schon gut funktioniert – und was gewünscht ist. Wobei Lösungsfokussierung eben nicht mit Problemphobie zu verwechseln ist.
Wir erfahren, was das Besondere an Solution Walks ist, warum Gehen und Schreiben so gut zusammenpassen – und wie wichtig dabei ausreichend Zeit zum ungestörten Nachdenken ist.
Julia hat ihre Schreibpraxis nicht nur in Coachings und Seminaren erprobt, sondern auch in einer der schwersten Lebensphasen praktiziert: Sie hat während der Sterbebegleitung ihres Vaters täglich Tagebuch geschrieben – manchmal mehrmals am Tag – und aus ihren Erfahrungen und weiteren Gesprächen ein Buch gemacht. „Und jetzt zeigst du uns, wie Sterben geht“ ist ein mutiges, berührendes Buch über Abschiednehmen, Gespräche, die wir (noch) nicht führen – und darüber, dass Sterben lernen auch Leben lernen bedeutet.
Und was es mit magischem Papier, einem grünen Glitzerstift und Bohnen in Seminaren auf sich hat? Das verraten wir hier nicht. Das müsst ihr euch selbst anhören.
🎧 Jetzt reinhören!
Das Transkript der Sendung könnt ihr hier herunterladen.
Kurz-Vita
Julia Kalenberg begleitet seit 1997 als selbstständige Unternehmerin Teams und Einzelpersonen in Entwicklungsprozessen. Sie bringt Menschen in Führungstrainings, Teamworkshops und Coachings (diese vor allem auf sogenannten Solution Walks, aber auch online) in Kontakt mit ihren Stärken. Dabei schafft sie einen Rahmen, in dem Teams und Einzelpersonen über ihre gewünschte Zukunft und bereits Funktionierendes sprechen und nützliche Veränderungen sowie kleine, stimmige Schritte erkennen können. Als Referentin ist sie unter anderem am Institut für KMU der Universität St. Gallen tätig. 2023 erschien ihr Buch «Und jetzt zeigst du uns, wie Sterben geht». Julia hat zwei erwachsene Kinder und lebt mit ihrem Mann in Zimmerwald bei Bern.
Ihr könnt Julia Kalenberg auch auf Instagram folgen und auf LinkedIN mit ihr vernetzen:
Und sie freut sich über Email an jk@juliakalenberg.ch
Im Podcast erwähnt
- Insoo Kim Berg und Steve De Shazer – Begründer der lösungsorientierten Kurzzeittherapie
- Nancy Kline – „Time to Think“ – das Buch in deutscher Übersetzung
- Martin Seligman – „The Three Blessings“ Exercise
- Yvonne Van Iersel – Coaching
- John Strelecky – „The Big Five for Live“
- Kartenset aus dem Versus Verlag von Elfie J. Czerny und Dominik Godat – „50 inspirierende Ideen für Führungskräfte“
Julias Buch
Julia Kalenberg – „Und jetzt zeigst du uns wie Sterben geht“ – Sterben lernen, heißt leben lernen
Lieblingsbücher
Birgit Schreiber – „Wohlschreiben – 52 Impulse für ein Leben, das sich echt anfühlt“
James Norbury – „Big Panda and little Dragon“ auf Deutsch „Großer Panda, kleiner Drachen“
Lieblingsschreibübung
Meine kleine gewünschte Zukunft. Mit dieser Übung (mit der ich zum Kartenset „50 inspirierende Ideen für Führungskräfte“, Elfie Czerny/Dominik Godat, Versus Verlag beitragen durfte) nutze ich die Kraft der Vorstellung. Ich sammle Energie und setze bewusst den Fokus für den Tag, indem ich mir morgens bereits vorstelle, worauf ich abends zufrieden zurückblicken möchte.
So könnte sich das anhören:
- Heute war ein guter Tag. Ich bin dankbar, wie ich …
- Ich bin stolz, dass ich
- ….
Die positive Wirkung meiner „kleinen gewünschten Zukunft“ kann ich steigern, indem ich zwischendurch immer wieder darauf schaue, was sich schon erfüllt hat….
Oft ergänze ich die „kleine gewünschte Zukunft“ mit meinem „Bohnen-Experiment“ (schriftlich und grafisch dargestellt) in meinem Journal. In einem Kreis zeichne ich dazu kleine Umrisse von „Bohnenkernen“, die ich dann Schritt für Schritt in Regenbogenfarben ausmal, wenn mir etwas Kleines gelungen ist (z.B. ein Konzept fertiggestellt, Pause gemacht o.ä.). Diese Selbst-Coaching übung habe ich schriftlich und grafisch weiterentwickelt aus der Geschichte mit den Bohnen, in der man mittels Bohnenkernen, die die Hosentaschen wechseln, positive Erlebnisse am Tag bewusst erleben soll.
Alle Links sind freie Links und keine Affiliate-Links. Unterstützt eure lokale Buchhandlung oder bestellt über Autorenwelt Shop. (Dort bekommen Autor:innen einen höheren Anteil ausgezahlt.)

Schreibe einen Kommentar