Andrea Schiffer ist Grafikerin, Verlegerin und Gründerin des Verlags punktgenau.
Im Podcast erzählt sie die Gründungsgeschichte ihres Verlages und warum Bücher machen für sie das Schönste überhaupt ist, auch wenn die Verlagsbranche keine einfache ist. Man merkt: Andrea möchte, dass Bücher nicht nur inhaltlich überzeugen. sie sollen auch schön sein.
Wer erfahren möchte, wie ein (eigenes) Buch zum Verleger kommt, ist in dieser Folge auch richtig: Wir sprechen darüber, wie Bücher ausgewählt werden und welche Wege es zum gedruckten Buch gibt.
Und wir beantworten die wichtigste Frage überhaupt: Wie organisiert man die eigenen Notizbücher!
Geboren in Wels, Oberösterreich. Studierte Malerei, Grafik und Fotografie an der Kunsthochschule Linz. Wollte immer schon nach Wien, mit 21 ist das geglückt, durch einen eher zufälligen Job als Restauratorin. Später widerwillig Umwege durch Büros um dann zum Grafikdesign zu finden. Seit 25 Jahren selbständig, seit 8 Jahren Verlegerin und mit alledem noch immer glücklich.
Auf der Verlags-Webseite erfahrt ihr mehr über das Buchprogramm und könnt auch gleich bestellen. 😉
Du kannst Andrea auch auf facebook und Instagram folgen.
Die drei to-dos aufschreibem, die am Lästigsten sind, grün markieren und gleich als Erstes erledigen. Danach beliben nur nochSachen, die man eh‘ gern macht. 😄
Und: Keine Übung, eher: immer einen Notizblock neben dem Bett haben, denn die besten Ideen kommen genau dann, wenn ich das Licht schon abgedreht habe .
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Zu Gast: Lisa Fuchs – Business-Coach, Resilienztrainerin & Safari-Guide
Diese Folge ist ein inspirierender Impuls für alle, die Journaling nicht nur als kreative Spielerei, sondern als ernstzunehmendes Werkzeug für persönliche und berufliche Entwicklung entdecken möchten.
Wir sprechen mit Lisa Fuchs darüber, wie persönliches Schreiben – fernab von Grammatikregeln und perfekten Formulierungen – zu einem kraftvollen Werkzeug für Klarheit, Selbstfürsorge und Entscheidungsfindung wird.
Lisa teilt aus ihrer langjährigen Erfahrung als Coach, wie Schreiben in belastenden Lebensphasen wie Krankheit, Krisen oder Trauer hilft, Orientierung zu finden und emotionale Stabilität zurückzugewinnen. Dabei zeigt sie konkrete Methoden wie „Sprungbrett-Sätze“ , mit denen sich selbst kurze Schreibimpulse im Alltag wirkungsvoll einsetzen lassen – ob im Büro, im Badezimmer oder mitten in der Wildnis Afrikas.
Besonders spannend: Auch im beruflichen Kontext als Führungskraft bietet Journaling enormes Potenzial – etwa zur Vorbereitung auf herausfordernde Gespräche, zur Reflexion in Führungssituationen oder als mentale Entlastung in stressigen Phasen. Schreiben wird hier zum Mittel, um Abstand zu gewinnen, Handlungsspielräume zu erkennen und neue Lösungsansätze zu entwickeln.
Ein weiteres Thema: die Kraft von Schreibroutinen im Alltag. Lisa betont, wie wichtig es ist, kleine, persönliche Rituale zu etablieren – nicht als weiteres To-do, sondern als echte Quelle der Selbststärkung. Schreiben trainiert das Gehirn, stärkt die emotionale Resilienz und hilft, den Fokus auf das Wesentliche zu richten – wissenschaftlich belegt und alltagstauglich.
Lisa Fuchs ist Safari Guide, Business Coach und Trainerin mit Schwerpunkt Resilienz & Stressmanagement.
Durch ihre langjährige Erfahrung in Industrie und internationalen Märkten kennt sie die Herausforderungen von Führungskräften und Teams aus erster Hand. Und weiß, wie schnell Teammotivation und Erfolg schwinden, wenn stabile Beziehungen fehlen oder anhaltender Stress Selbstwahrnehmung und Selbstführung gefährden. 2019 hängte sie ihren Job an den Nagel und absolvierte die Safari Guide Ausbildung in Afrika, um mehr über Wildnis, Ökosystem und Tierverhalten zu lernen.
Dabei entdeckte sie zahlreiche Parallelen zwischen Wildnis und Wirtschaft und gibt ihre Erkenntnisse nun in spannenden und interaktiven Keynotes weiter.
In Beratung, Coaching und Training arbeitet Lisa Fuchs mit Menschen und Organisationen daran, Selbstwahrnehmung, Resilienz und mentale Gesundheit zu stärken sowie Zusammenarbeit zu fördern. Dabei vermittelt sie Journaling als Selbstcoachingtool für den privaten und beruflichen Bereich. Ob Schreiben zur Selbstfürsorge, als Vorbereitung auf herausfordernde Gespräche, zur Entscheidungsfindung oder Visionsentwicklung – Lisa ist überzeugt: Stift und Papier sind der beste Coach.
Die Stärkung von Frauen in Rolle, Präsenz und Resilienz ist der Innviertlerin (OÖ) ein Herzensanliegen.
Auf ihrer Webseite erfahrt ihr mehr über sie und ihre Arbeitsgebiete. Dort kannst du dich auch zu ihrem Newsletter anmelden.
Du kannst dich mit Lisa auch auf LinkedIn vernetzen:
Oder ihr eine Mail schreiben: 📧 office@lisafuchs.eu
Im Podcast erwähnt
Lieblingsbuch
Deborah Ross, Kathleen Adams – „Your brain on ink“ –> Zur Zeit leider vergriffen. Manchmal noch antiquarisch zu finden. Es soll wohl Ende 2025 eine Neuauflage heraus kommen. Wir warten gespannt!
Lieblings-Selbstcoaching-Schreibübung
Sprungbrettsätze
Zum Gedanken sortieren, runterkommen und neuausrichten schreibe ich liebend gerne zu: „Heute beschäftigt mich…“ z.B. 20 Minuten oder 2 Seiten)
In herausfordernden Zeiten – wie gerade jetzt, nach dem plötzlichen Tod meines Vaters, schreibe ich sehr gerne zu: „Wofür ich trotzdem dankbar bin…“
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Diese Folge ist wahrscheinlich unsere bisher politischste. Wir beleuchten die vielen Facetten des persönlichen und wissenschaftlichen Schreibens, die Courage und Beherztheit erfordern, um am Schreiben dranzubleiben.
Eva diskutiert mit uns den Einfluss unterschiedlich verteilter Ressourcen oder etablierter Machtstrukturen auf Möglichkeiten des Schreibens und warum es gerade jetzt wichtig ist, sich schreibend einzubringen und die Vielfalt im gesellschaftlichen Diskurs zu vergrößern. Dass persönliches Schreiben nicht im Privaten verharren darf, sondern dazu führen muss, sich jetzt einzumischen.
Einer der beruflichen Schwerpunkte von Eva Kuntschner ist die Ausbildung von Peer-Schreibmentorinnen, das sind Studierende die andere Studierende beim Schreiben begleiten möchten. Wir beschäftigen uns mit der Frage, was es braucht, um sich vor einen Raum voller Leute zu stellen und Schreibübungen anzuleiten. Denn Schreiben ist immer ein Entwicklungsprozess. Man weiß vorher nicht, was rauskommt. Das betrifft sowohl das persönliche wie auch das wissenschaftliche Schreiben. Eva erzählt davon, wie wichtig ihr es ist, eine Community zu schaffen, in der es Unterstützung gibt, wo auch Wissen darüber vorhanden ist, dass Schreiben wirklich schwierig sein kann.
Du erfährst, warum Eva keine Tipps gibt und was sie an ihrem Beruf am meisten liebt. Und wir reden über Scheitern und Nichtwissen, was für sie beides wichtige Entwicklungszustände sind, die produktive Kraft besitzen.
Sie erzählt natürlich auch, was persönliches Schreiben für sie selbst bedeutet, was das mit ihren Synapsen zu tun hat und sie verrät uns ihr eigenes, persönliches Jahresschreibprojekt.
Und immer wieder geht es um Courage oder Beherztheit, auch in der momentanen Situation beispielsweise zu akzeptieren, dass es keine einfachen Antworten gibt. – Immer nach dem Motto: Es gibt keine Entwicklung ohne Verwicklung! Man sich also immer erst auf etwas einlassen muss, bevor überhaupt irgendwas rauskommen kann am anderen Ende. Das gilt für alles, aber für Schreiben gilt das natürlich besonders.
„Ich habe Supervision und Coaching (Universität Wien) studiert und bin Schreibtrainerin und -beraterin (writers‘ studio Wien). Außerdem habe ich einen Abschluss in Anglistik/Amerikanistik (Universität Graz, University of Minnesota). Ich biete alle meine Beratungsformate auf Deutsch und auf Englisch an.
Mir macht es Freude, Menschen dabei zu unterstützen, einen Umgang mit beruflichen Herausforderungen zu finden, der für sie stimmig ist.
Ein besonderer Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Ausbildung von Multiplikator*innen (Peer-Schreibmentor*innen und Schreibtrainer*innen), ein anderer ist das Schreibcoaching mit Dissertand*innen. Für beide Tätigkeiten brauchen alle Beteiligten Courage. 😉“
Auf ihrer Webseite erfahrt ihr mehr über sie und ihre Arbeit.
Du kannst dich mit Eva auch auf LinkedIn vernetzen.
Ich liebe Listen. Listen sind das neue Schwarz, Listen gehen immer:
To-do-Listen
Leselisten
Einkaufslisten (dafür hab ich sogar eine Listen-App 😉
Have-done-Listen
Packlisten
Geschenksliste
… und aus dem Podcast:
100 Dinge, auf die ich verzichten kann-Liste
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Mit Nicole Woltmann ist eine Frau zu Gast, für die Notizen machen schon seit ihrer Kindheit bedeutet (auch) zu zeichnen. Zuerst den Blumenkohl auf dem Einkaufszettel, später Kritzeln im Schulheft und dann buntes Mitnotieren im Studium.
Inzwischen weiß sie als u.a. studierte Psychologin und Neurobiologin, dass Zeichnen zusammen mit Schreiben dazu beiträgt, dass wir besser lernen und uns Dinge besser merken können.
Also schnappt euch Zettel und Stift und doodelt mit, wenn Nicole von den drei Bereichen erzählt, in denen sie Sketchnoting und Journaling besonders hilfreich findet: Zum Fokussieren und Ausrichten, beim Reflektieren im persönlichen Wachstum und schließlich einfach um Energie zu tanken und „Me-time“ zu haben.
Außerdem bringt sie uns gleich eine ganze Liste an wunderschönen Büchern mit, die sich nicht nur gut lesen, sondern auch bezaubernd illustriert sind.
Nicole Woltmann ist Diplompsychologin und Systemische Coach (DGSF) mit Weiterbildungen in Akzeptanz-Commitment-Therapie, Design Thinking und Positiver Psychologie.
Sie arbeitet als Personalentwicklerin an der Leuphana Universität Lüneburg. Als freiberufliche Coach begleitet sie mit visuellen Methoden die gesunde (Selbst-) Führung, Resilienzförderung und kreative Potenzialentfaltung.
Eine Karte aus einem Kartenset mit Portraits verschiedenster Menschen ziehen und sich diese Person als Mentor vorstellen und um Rat fragen.
Einen Dialog mit diesem Menschen aufschreiben. Eventuell Fragen stellen wie: Welche Perspektive hätte diese Person? Wie würde meine Schwierigkeit sehen? Was würde diese Person mir vielleicht sogar raten?
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Eva Karel ist Yoga-Lehrerin, Autorin und Podcasterin. Sie hat bereits zwei sehr erfolgreiche Yoga-Bücher veröffentlicht und unterrichtet in Wien an der Uni.
Ihr Humor ist legendär und ist auch in unserem Podcast zu spüren. Sie spricht über ihre Erfahrung mit dem persönlichen Schreiben und wie sehr ihr Notizbuch ihr hilft, in turbulenten Zeiten nicht durchzudrehen.
Schreiben als Selbstermächtigung Eva nimmt uns mit auf ihre persönliche Reise: Vom diffusen Ideenchaos im Kopf hin zu klaren, handschriftlich formulierten Gedanken. Schreiben ist für sie ein lebensnotwendiges Ventil. Indem sie „Sand ins Getriebe“ streut, gewinnt sie Abstand zu permanenten Reizen und trifft wieder bewusstere Entscheidungen.
Improvisation & Imperfektion als Kreativmotor Gute Nachrichten für alle Perfektionist:innen: Eva schwört auf das „gewagte Dahinwurschteln“. Ohne 5-Schritte-To-Do-Plan startet sie Projekte aus der Imperfektion heraus – und landet immer wieder bei großen Wirkungen, wie z.B. das spontane Atelier-Orakel an der Fensterfront: Aus ihren Experimenten sprießen lebendige Ideen, weil sie bereit ist, Fehler zu machen und daraus zu lernen. Nach dem Motto: Wer sich selbst zu viel Druck macht, verpasst das, was wirklich entstehen will.
Humor und Körperintelligenz stärken die Resilienz Yoga und Hundespaziergänge sind für sie mehr als bloße Bewegung – sie sind Dialog mit dem eigenen Körper. Sie lehrt, achtsam auf somatische Signale zu hören und negative Spannung über gezielte Ausatmung loszulassen. In Kombination mit feiner Selbstironie entsteht ein kraftvolles Gegenmittel gegen Stress, Selbstzweifel und Burnout.
Drei Mitbringsel für deine Schreibpraxis
Haltung statt Technik: Schreiben funktioniert nicht als normiertes Rezept, sondern als innerer Prozess – als ehrlicher Blick auf das, was gerade ist.
Feiere Unvollkommenheit: Ohne Wagnis kein Wachstum. Scheitern ermöglicht echte Freiheit und eröffnet kreative Räume, die im perfekten Entwurf verwehrt blieben.
Vertrau deinem Körper: Dein Leib ist kein störrisches Hindernis, sondern ein treuer Begleiter mit präzisen Sensoren für Lust und Limits – hör hin, bevor der Kopf übernimmt.
Eva Karel inspiriert uns, den Stift in die Hand zu nehmen und mutig loszulegen. Hör dir die Folge an, lass dich anstecken von ihrem Improvisationsgeist und finde deinen ganz persönlichen Schreib- und Lebensrhythmus!
Eva Karel ist Autorin, Uni-Lektorin und Yogalehrerin. Sie lebt mit meinen beiden Söhnen, einem sehr lustigen Hund und zwei fragwürdigen Katzen in Wien und navigiert mit größtmöglichem Humor durch diese hatscherte menschliche Existenz. (Weil ja ziemlich viel Wunderbares in all den Rissen und Holprigkeiten, den Falten und Eigenheiten steckt.)
Seit 23 Jahren ist die Yogamatte ihr natürliches Habitat. Die Mission lautet: Zum Tüfteln anstiften! Zum Beheimaten in uns selbst – fernab von Perfektionsbestrebungen. Eva Karel bringt Menschen bei, ihre Körper schelmisch zu becircen, schmunzelnd zu bezärteln, gähnend-genüsslich Platz zu schaffen.
Auf ihrer Webseite erfahrt ihr mehr über sie, ihre Bücher und ihre Yogakurse und Workshops.
Du kannst Eva auch auf Instagram und Facebook folgen.
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Wir schlagen in diesem Gespräch einen weiten Bogen von der Landschaftsgärtnerei, Veränderungsberatung und Schreiben entlang der Theorie U bis hin zu sterbenden Walen. Überraschend tauchen Jim Knopf und eine japanische Hofdame des 11.Jahrhunderts auf.
Schreiben nimmt für Barbara ganz unterschiedliche Formen an. Sie beschreibt, sich selbst „leer zu schreiben“, Orientierung durch Schreiben zu finden und wie man beim Schreiben Erkenntnisse herausdestillieren kann. Sie erzählt uns von ihrem aktuellen privaten Schreibprojekt, das von besagter Hofdame inspiriert ist. Schreibimpulse funktionieren über die Jahrhunderte hinweg.
Wir reden darüber, wie wichtig wahrhaftiges Schreiben für die persönliche Entwicklung ist und was das eigentlich bedeuten soll. Und wie schmal der Grat zwischen sinnvoller Entwicklung und stressiger Selbstoptimierung manchmal ist.
Daneben diskutieren wir auch die ganz großen Fragen im Journaling: Wie viele Journals soll man haben? Und: Kann man in Zügen gut schreiben?
Freut euch auf eine interessante Folge mit vielen Denkanstupsern.
Als ehemalige Landschaftsgärtnerin und Pädagogin gestalte ich heute Veränderungsprozesse in Teams und Organisationen. Ich bin mit Herz und Seele Schreibende und Ausbilderin für Theorie U in der School of Facilitating, Berlin.
Schreiben ist für mich essenzielle Ausdrucksmöglichkeit. Worte, die aus der Hand aufs Papier fließen verbinden uns mit Herz und Intuition. In dieser Verbindung leuchtet ein verblüffendes Potenzial.
Sonst findet man mich auf Wiesen und Wäldern mit meinem Hund unterwegs. Einatmend genieße ich Weitblick und ausatmend meine Verbindung zu Stift & Papier.
Auf ihrer Webseite erfahrt ihr mehr über sie und ihre Arbeitsgebiete.
Zur Zeit „Notate“ – Die Erklärung stammt aus dem Podcast.
Meine Lieblings-, im Moment meine Lieblings-Schreibübung. Ich habe mir vorgenommen, jede Woche drei, ich sag jetzt mal Notate, passionierte Notate zu schreiben. Ist nicht von mir das Wort. Also es gibt eine, oder es gab eine Hofdame, Sei Shonagon, einer japanischen Kaiserin 1.000 nach Christus. Und die hat sich Adjektive genommen in ihrer Welt, 1.000 nach Christus am Hofe der Kaiserin zum Beispiel, was „vornehm“ sei. Und hat Notate, hat 6 Zeilen was „vornehm“ sei da drunter geschrieben und es ist ein Wort manchmal oder ein Satz. Und die, obwohl sie in sich gar nicht so viel miteinander zu tun haben geben ein Klangbild zusammen. Und mein Projekt ist gerade zwei bis dreimal die Woche ein solches Notat zu schreiben über ein Adjektiv, was mir dieser Woche begegnet ist. Und mich neugierig gemacht hat. Und die kommen alle in ein Heft rein, was ich habe.“
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Wenn der Druck steigt und die Emotionen hochkochen, sind stille Räume selten. Doch genau hier setzt diese Folge von Tinte & Courage an: Gemeinsam mit Daniela Reiter – Arbeitspsychologin, Coach und leidenschaftliche Schreiberin – sprechen wir über das persönliche Schreiben als wirksames Werkzeug zur Selbstregulation und Stressbewältigung.
Daniela schildert, wie sie ihre täglichen Schreibzeiten als „Morgenbesprechung mit sich selbst“ etabliert hat – ein Check-in, der nicht nur den Tag strukturiert, sondern auch das innere Chaos sortiert. Dabei räumt sie mit klassischen Mythen auf: Morgenseiten müssen nicht frühmorgens und nicht unter Perfektionsanspruch geschrieben werden. Viel wichtiger ist es, überhaupt einen Raum für sich zu schaffen – flexibel, kreativ und selbstbestimmt.
Besonders spannend: Wie Daniela Schreiben als Teil ihrer psychologischen Arbeit einsetzt. Mit kurzen Einheiten – oft nur sieben Minuten – unterstützt sie ihre Coachees dabei, Zugang zu ihren Bedürfnissen zu finden, Stress zu reduzieren und Selbstfürsorge praktisch zu leben.
Neben strukturierten Schreibeinheiten spricht Daniela auch über die Rolle kleiner kreativer Gesten im Alltag: Buntes Washi-Tape, verschiedene Füllfederfarben, spontane Listenschreibereien – all das sind für sie Mittel, um sich selbst Raum und Leichtigkeit zu schenken.
Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist die Bedeutung von Schreiben in belastenden Momenten: Wie Worte helfen können, aufgestaute Gefühle abzubauen, gerade wenn kein Zuhörer da ist. „Wenn du schreien möchtest, schreib“, rät Daniela – und zeigt konkrete, alltagstaugliche Wege, diese Energie schreibend zu nutzen.
Die Folge berührt außerdem zentrale Themen wie Burnout-Prävention, das Bewusstsein für eigene Grenzen und die Balance zwischen Selbstfürsorge und Selbstoptimierungsdruck.
Eine Einladung, sich selbst wieder näherzukommen – mit Stift, Papier und einer guten Portion Erlaubnis, eigene Wege zu finden.
🎧 Jetzt reinhören und entdecken, wie kraftvoll wenige Minuten Schreiben sein können!
Wo ich bin, herrscht Chaos. Im Chaos finde ich mich zurecht. In meinem und in dem von anderen. Denn ich mag es abwechslungsreich, bunt und kreativ.
Ich liebe Geschichten. Die, die mir erzählt werden, und die, die ich selbst erzähle. In meinen Vorträgen und Seminaren, in meinem Blog und in meinem Newsletter. Dabei lache ich viel. Auch über mich selbst. Immer aus einer liebevollen Haltung heraus.
Ich reise für mein Leben gerne und begreife das Leben als Reise. Ich mag neue Orte entdecken und die vertrauten, wohlbekannten mit neuen Erlebnissen aufladen. Jedes Jahr zieht es mich darum zurück nach Finnland, wo ich bei meinem Auslandsstudium vor mehr als zwanzig Jahren eine zweite Heimat gefunden habe. Zurzeit bin ich außerdem immer wieder in Venedig, kann mein Glück kaum fassen, dass ich zu Mittag in den Zug steigen und am Abend schon am Canal Grande und am Meer sein kann. New York City ist die dritte Stadt im Reigen meiner Lieblingsorte, nicht zufällig auch am Meer. Dort durfte mein Feminismus endgültig international werden. An diesen Orten im Speziellen und beim Reisen generell kann ich im Fluss sein, das „Go w/the flow“ so richtig genießen.
Meine Homebase habe ich am Stadt- und Waldrand von Wien, im Garten ist mein liebster Schreibplatz – und Schreiben ist mein Nummer eins Rezept für meine Zeit für mich.
Auf ihrer Webseite erfährst du mehr über sie und ihre Arbeit.
“The Bookseller of Venice” von Giovanni Montanaro (Original: “Il libraio di Venezia”)
Lieblings-Selbstcoaching-Schreibübungen
Aus dem Podcast: „Das eine ist tatsächlich mit Zufalls-Writingprompts zu schreiben, also mit Schreibimpulsen, die zufällig auftauchen und ich find, dass sich Schnipsel aus Zeitschriften total gut eignen dafür.
Ich schneid ganz oft Überschriften aus oder irgendwie so Teile von Aussagen, sammle die und zieh mir dann eins und schreib dazu. Das ist super und das Andere ist tatsächlich das, worüber wir gerade vorher gesprochen haben, den Timer auf zwei Minuten stellen und schreiben zu den Fragen: Wie geht es mir gerade? Was brauche ich gerade?“
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Was passiert, wenn eine erfahrene Kommunikationsprofi ins persönliche Schreiben eintaucht – nicht, um zu publizieren, sondern um sich selbst besser kennenzulernen? In dieser Folge von Tinte & Courage ist Ilona Matusch zu Gast – Journalistin, Kommunikationsexpertin, Schreibtrainerin und bekennende Schreibdenkerin.
Sie spricht darüber, wie sie über eine persönliche Krise zum Journaling fand – und wie das Schreiben ihr half, nicht nur Gedanken zu sortieren, sondern auch milder mit sich selbst zu werden. Die morgendlichen Schreibzeiten, inspiriert von Julia Cameron, wurden für sie zur täglichen Kraftquelle – aber sie spricht auch darüber, wie sich ihre Schreibpraxis über die Jahre verändert hat und warum sie sich inzwischen von rigiden Routinen befreit hat. Schreiben darf, so Ilona, dem Leben dienen – nicht andersherum.
Ein zentrales Thema dieser Folge ist das Schreibdenken – ein Begriff, den Ilona mit Leidenschaft füllt. Schreiben wird für sie zur Denkbewegung, zur Orientierungshilfe, zur Ressource in herausfordernden Momenten. Dabei unterscheidet sie zwischen freiem Schreiben, Clustern und ihrer Spezialität: dem Schreiben mit Listen. Ob Inventarlisten gegen Grübelschleifen oder „schwitzende Verben“ für die berufliche Sprache – Ilona zeigt, wie spielerisch, wirksam und konkret Schreiben sein kann.
Besonders interessant: Ihre Arbeit mit Jugendlichen. Sie erzählt von Workshops mit Lehrlingen, die das Schreiben zunächst skeptisch, dann begeistert aufnehmen – weil es ihnen erstmals erlaubt, nur für sich selbst zu schreiben. Keine Korrekturen, kein Richtig oder Falsch. Nur sie, das Papier und eine Möglichkeit, sich selbst besser zu verstehen.
Auch das Thema Bewegung zieht sich durch Ilonas Schreibwelt: Ob bei Schreibwanderungen in den Bergen oder bald auch bei Schreibspaziergängen in der Stadt – für sie gehören Körper und Sprache untrennbar zusammen. Denn Ideen entstehen oft im Gehen – aber bleiben nur, wenn man sie aufschreibt.
Zum Schluss teilt Ilona eine Erinnerung an Viktor Frankl – und warum dieser Moment sie in ihrer Haltung und Schreibe geprägt hat.
Diese Folge ist eine Einladung, Schreiben nicht nur als Werkzeug zu sehen, sondern als stetige Begleiterin im Leben.
🎧 Eine Folge voller Praxiswissen und echter Schreibfreude – ideal für alle, die mit Worten durchs Leben navigieren wollen.
Schreibküchenchefin mit einer großen Liebe zum Wandern und Schreiben in den Bergen. Jahrgang 1970. Verschiedene Rollen: Unternehmenskommunikatorin, Kreativ-Schreibtrainerin, Journalistin, Autorin, Bildungswissenschafterin mit Schwerpunkt auf Schreibforschung. Die große Klammer ist immer die Sprache und das Schreibdenken.
Mein aktuelles Motto: Wer schreibdenkt, die lenkt.
Listen (z.B. die Inventarliste Kühlschrank oder Sockenlade)
Je nach Anforderung immer eine Kombination aus Clustering und Freewriting – je größer das Format und je mehr Bewegung dabei, umso besser. UND: Listen! 😊
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Susanne Buchberger ist Interimsmanagerin, Autorin und Workshopleiterin. Ihre besondere Stärke: Sie verbindet persönliches Schreiben mit Leadership und Business – und macht es zu einem wirkungsvollen Instrument in der Führungskräfteentwicklung.
In dieser Podcastfolge spricht sie offen darüber, wie ihr das Schreiben geholfen hat, eine schwere Krankheit zu verarbeiten und eine berufliche Krise zu überwinden. Außerdem erzählt sie, wie ihr Buch „Nach 3 Zeilen ist immer wer tot“ entstanden ist – und warum gerade das persönliche Schreiben ihr hilft, im oft hektischen Alltag als Interimsmanagerin klar und fokussiert zu bleiben..
Mag. Susanne Buchberger, Wirtschaftspädagogin, arbeitet als selbständige Unternehmensberaterin für Personalmanagement, Interimsmanagerin und Coach.
Sie schreib im Magazin SchreibRÄUME (Verlag punktgenau) die Kolumne „Auf den Punkt gebracht“ und veröffentlich regelmäßig Blogartikel zu den Themen Coaching, Selbstführung und Führung auf ihrer Webseite www.susanne.buchberger.at/blog
2021 ist im Verlag punktgenau ihr Buch „Nach drei Zeilen ist immer wer tot – 25 Kürzestkrimis und wie man lernt treffend zu schreiben“ erschienen. (Hier bestellbar.)
Auf ihrer Webseite erfahrt ihr mehr über sie und ihre Arbeitsgebiete.
Du kannst Susanne auch auf LinkedIn und Instagram folgen.
In dieser Folge von Tinte & Courage nimmt uns Dr. Birgit Schreiber mit auf eine Reise in die Welt des persönlichen Schreibens – als etwas, das uns nährt und uns in stürmischen Zeiten Halt gibt.
Birgit, die als Erste Journaling nach Kathleen Adams in den deutschsprachigen Raum gebracht hat, erzählt, warum Schreiben für sie weit mehr ist als nur das Festhalten von Gedanken: Es ist ein Lebensmittel für die Seele.
Sie berichtet, wie schon ein einziges Wort – manchmal auf die Hand geschrieben – den Weg für den Tag ebnen und die innere Balance wiederherstellen kann.
Zudem erklärt Birgit, wie der metaphorische Schritt der „Ernte“ des Geschriebenen dazu beiträgt, wichtige Erkenntnisse zu sichern und den eigenen Weg neu auszurichten. Sie betont außerdem den Wert von Schreibgruppen als sicheren Raum, in dem man nicht nur für sich schreibt, sondern auch durch das Teilen und gegenseitige Zuhören heilende Impulse erhält.
Wenn du wissen möchtest, wie aus einfachen Schreibübungen kraftvolle Werkzeuge für Selbstreflexion und persönliches Wachstum werden – dann hör rein und lass dich von Birgits authentischen Einblicken begeistern!
Dr. Birgit Schreiber ist die erste Journal Writing-Dozentin im deutschsprachigen Raum, sie ließ sich in Denver, Colorado, von der Journal Pionierin Kathleen Adams ausbilden, lehrt an der Alice Salomon-Hochschule in Berlin, an der Universität Vechta und vermittelt dort und in ihren eigenen Workshops, wie Menschen sich mit ihrem persönlichen Journal in Beruf und Privatleben stärken und ihrem Leben selbstbestimmter eine Richtung geben können. Sie nutzt das Journal Writing als Supervisorin (DGSF) in Kitas, für Pflegedienste, Hospize, um Menschen zu helfen, sich selbst zu reflektieren und wieder Kraft zu tanken. Als ausgebildete Redakteurin schreibt sie für Zeitungen und Zeitschriften, unter anderem für »Psychologie Heute«. Bei Springer ist ihr Ratgeber »Schreiben zur Selbsthilfe« erschienen (2022); mit ihrem Buch »Wohlschreiben – 52 Impulse für ein Leben, das sich echt anfühlt« können Menschen lernen, liebevoller und aufmerksamer mit sich selbst umzugehen. Außerdem ist sie Herausgeberin der »SchreibRÄUME – Magazin für Journal Writing, Tagebuch und Memoir«.